SJ steht für Selektion Johner. Die Trauben für diesen Wein kommen vor allem von alten Reben, die auf Vulkanböden der
Lage
Bischoffinger Steinbuck und Oberrotweiler Eichberg wachsen. Generell wird mit äusertster Sorgfalt und zeitintensiver Handarbeit die Rebe gepflegt um daraus die optimale Frucht für einen großen Wein zu erzeugen.
Korrektes Entblättern, das Freistellen und Halbieren der Trauben sowie die streng selektive Handlese sind dabei die wichtigsten Aspekte. Der Erntezeitpunkt richtet sich vor allem nach dem
Geschmack
der Trauben, genauer gesagt nach dem Zusammenspiel von
Aroma
, Süsse, Säure, Tannine und Farbe. Für alle Prädikatsdenker: es handelt sich um eine "Spätlese-Qualität". Der Wein wird traditionell Maischvergoren, hierfür werden die Trauben abgebeert und in speziellen Rotweingärtanks gefüllt. Um jedoch noch mehr Dichte zu erhalten wird ein Teil des Saftes mittels Vakuumverdampfung angereichert und der Hauptmaische wieder zurückgeführt. Die Gärung verläuft sehr langsam mit zugesetzter
Reinzuchthefe
. Die Gärdauer mit anschließender Maischestandzeit beträgt 4 Wochen.
Durch die Remontagetechnik (Überfluten des Maischekuchens) können sehr effektiv reifes
Tannin
aus den Trauben extrahierten. Stark bittere Komponenten werden nicht gelöst. Die anschließende Lagerung in neuen Barriques beträgt 20 Monate. Um ein
Depot
auf der Flasche zu vermeiden, wurde der Wein vor der Abfüllung filtriert. Der Wein hat ein dichtes und wunderschönes
Bukett
von Schwarzkirschen, Brombeeren, Gewürzen, Unterholz, Laub und mineralische Noten. Am Gaumen ist der Wein kräftig, sehr dicht und vielschichtig, mit schöner Frucht, sehr mineralisch, elegant und mit enormer Länge.