Die nach Westen blickende Seite des Greve-Tals gilt einstimmig als eine der besten Lagen für den Anbau von Wein und Oliven. Hier gedeihen hervorragende Qualitäten, mit denen die großen Weine des
Chianti
Classico-Gebietes erzielt werden. Vittorio Fiore, einer der bekanntesten und renommiertesten Önologen Italiens, fand 1991 ein brachliegendes Kleinod, und erwarb es, teil des Besitzes waren bis zu 60 Jahre alte Rebstöcke, die ohne Zweifel zu den seltenen Beispielen des Originalklons des "
Sangiovese
di Lamole" gehören. In einer Höhenlage von 350 bis 450 Metern erstrecken sich die Weinberge der Podere Poggio Scalette. Die Weinberge sind terassenförmig angelegt und weisen die typischen mörtellos gebauten Steinmauern auf. Diese Terassen werden von den ansässigen Bauern "Il Carbonaione" genannt. Wie für die Region um Greve üblich finden wir auch hier die unverwechselbaren Galestro/Alberese Böden. Der Il Carbonaione ist ein reinsortiger
Sangiovese
der für 14 Monate in Eichenfässern mit einem Fassungsvermögen von 350 Liter reifte und danach noch 6 Monate in der Flasche, bevor er in den Verkauf kam. Mit der Qualität des Jahrgangs 2003 sind die
Winzer
in Italien zufrieden. Der heisse Sommer ließ die Weine früh reifen, so dass alkoholreiche Weine mit moderaten Säurewerten zu erwarten sind. Der Wein hat ein mächtiges
Bukett
von Brombeere, Heidelbeere, Cassis, Rauch, Zeder, Bitterschokolade, Pfeffer, Mohn, Veilchen, mineralische und erdige Noten. Am Gaumen ist er konzentriert, ausgewogen, mit mineralisch würziger Frucht, perfekt integriertem Holz, sehr elegant, saftig, vielschichtig, mit noch etwas grobem
Tannin
und einem sehr langen Nachhall von Kakao, Zedernholz und Kirschen. Ein "Supertoskaner" der Maßstäbe setzt.