Rotwein Alkoholfrei

Alkoholfreier Rotwein
Rot im Glas, Tannin am Gaumen, kein Promille im Blut. Diese Weine werden ganz normal gelesen, vergoren und ausgebaut, erst danach wird der Alkohol schonend entzogen, sodass Farbe, Frucht und Struktur erhalten bleiben. Unten findest du unsere Auswahl, von weich und fruchtig bis kräftig und trocken.
Lieber eine andere Farbe oder ein anderes Glas?
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Alkoholfreier Zinfandel aus KalifornienGolden State Vintners Kalifornien, USAZinfandelTrocken
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15 Artikel
Roter Wein ohne Promille: was drin ist, wie er schmeckt, wozu er passt
Warum die Farbe bleibt und der Alkohol geht
Am Anfang steht ein fertiger Rotwein. Maischegärung, Farbextraktion aus den Schalen, Ausbau: bis hierhin unterscheidet sich nichts. Erst danach wird der Alkohol entzogen, schonend und bei niedriger Temperatur. Die Farbstoffe und die Gerbstoffe bleiben dabei zurück, sie sind schwer flüchtig. Verloren gehen die leichten Aromen, weshalb gute Betriebe sie getrennt auffangen und am Ende zurückgeben. Genau daran erkennt man Qualität. Welche Verfahren dahinterstecken und was rechtlich gilt, steht bei den alkoholfreien Weinen und im Beitrag zur Aromarückgewinnung.
Trocken, halbtrocken, lieblich
Die meistgestellte Frage in dieser Kategorie ist die nach trocken. Sie ist berechtigt, denn beim Entzug des Alkohols verliert ein Wein einen Teil seines Volumens am Gaumen, und viele Kellereien gleichen das mit Restsüße aus. Das Ergebnis schmeckt dann eher fruchtig-mild als knochentrocken. Es gibt aber sehr wohl trockene Vertreter, meist aus kräftigen südlichen Rebsorten mit stabilem Tannin. Achte in der Filterleiste auf die Geschmacksangabe und im Text auf den Restzuckerwert: bis 4 Gramm je Liter ist trocken, bis 12 Gramm halbtrocken, bis 45 Gramm lieblich, darüber süß. Bei hoher Säure verschieben sich die ersten beiden Grenzen auf 9 und 18 Gramm. Wer es weich mag, fährt mit den lieblichen Varianten oft glücklicher, sie kaschieren den fehlenden Alkohol besser.
Welche roten Trauben das aushalten
Nicht jede Traube übersteht die Prozedur gleich gut. Bewährt haben sich farbintensive, fruchtbetonte Sorten mit weichem, reifem Gerbstoff: Primitivo, Merlot, Syrah, Tempranillo und Dornfelder. Sehr gerbstoffbetonte Weine sind heikel, denn ohne Alkohol fehlt der Süße- und Wärmeeindruck, der Tannin abpuffert, und auch die Säure tritt schärfer hervor. Filigrane Sorten tun sich aus demselben Grund schwer, ein entalkoholisierter Spätburgunder wirkt oft schlanker als erwartet, dafür angenehm kühl und beerig. Probier dich durch, die Unterschiede zwischen den Sorten sind hier größer als bei klassischem Wein.
Wie er wirklich schmeckt, ehrlich gesagt
Alkohol trägt Süße, Wärme und Länge. Fällt er weg, wird der Wein leichter, die Frucht rückt nach vorn, der Abgang ist kürzer. Wer eine exakte Kopie seines Lieblingsweins erwartet, wird enttäuscht. Wer ein eigenständiges rotes Getränk mit Traubenaroma, Tannin und Säure sucht, wird es mögen. Der Sprung in der Qualität der letzten Jahre ist groß, und die besten Flaschen halten am Esstisch mühelos mit. Serviere sie deutlich kühler als das alkoholhaltige Original, 12 bis 14 Grad, dann wirkt die Frucht frischer und die Restsüße weniger auffällig.
Wozu er passt
Pasta mit Tomatensugo, Pizza, gegrilltes Gemüse, Auberginenauflauf, würziger Hartkäse, Linsen und Bohnen: überall dort, wo klassischer Rotwein funktioniert, funktioniert auch die alkoholfreie Version, nur bei kräftigem Wildbret stößt sie an ihre Grenzen. Am Tisch spielt sie ihre eigentliche Stärke aus: Alle bekommen dasselbe eingeschenkt, ob mit Auto, mit Bauch, mit Bereitschaftsdienst oder aus Überzeugung. Niemand muss erklären, warum im Glas Wasser steht.
In der Küche: Soßen, Schmorgerichte, Marinaden
Als Ersatz beim Kochen ist das hier die naheliegendste Lösung. Für Rotweinsoße, Schmorbraten, Ragù oder Rotweinbirnen liefert entalkoholisierter Rotwein Farbe, Säure und Traubenaroma, ohne dass etwas verkochen muss. Zwei Hinweise: Reduziere ihn etwas kürzer, weil die Restsüße beim Einkochen deutlicher hervortritt, und salze erst am Schluss. Eine angebrochene Flasche im Kühlschrank ist damit nie verschwendet.
Bio, Herkunft und Haltbarkeit
Ein Teil unseres Sortiments stammt aus zertifiziert biologischem Anbau, die Auszeichnung findest du in der Filterleiste und auf dem Etikett. Die Herkunft reicht von Apulien über die Pfalz bis Katalonien. Ein praktischer Unterschied zum klassischen Wein: Ohne Alkohol fehlt die keimhemmende Wirkung, und der Restzucker macht das Getränk zusätzlich anfällig. Eine geöffnete Flasche gehört deshalb verschlossen in den Kühlschrank und sollte innerhalb von zwei bis drei Tagen leer sein, ungeöffnet hält sie sich problemlos über Monate. Wenn du am Ende doch wieder bei der klassischen Variante landest, findest du sie in unserer Kategorie Rotwein.
Häufige Fragen
Gibt es alkoholfreien Rotwein, der wirklich schmeckt?
Ja, aber die Spannweite ist groß. Entscheidend sind eine kräftige Ausgangsrebsorte und ein Verfahren mit Aromarückgewinnung. Weine, die beides mitbringen, überzeugen auch Menschen, die sonst klassischen Rotwein trinken. Billigware ohne diese Sorgfalt schmeckt dagegen schnell nach gesüßtem Traubensaft.
Ist alkoholfreier Rotwein wirklich komplett ohne Alkohol?
Bis 0,5 Volumenprozent gilt ein Wein als entalkoholisiert und wird im Handel alkoholfrei genannt. Viele Flaschen liegen darunter. Wo 0,0 draufsteht, sind es höchstens 0,05 Volumenprozent. Den genauen Wert nennen wir in jeder Produktbeschreibung, er steht außerdem auf dem Rückenetikett. Was die Angabe technisch bedeutet, erklärt der Lexikoneintrag zum Gesamtalkoholgehalt.
Welcher alkoholfreie Rotwein schmeckt am besten?
Das hängt davon ab, was du gewohnt bist. Wer kräftige Weine mag, startet mit Primitivo oder Syrah. Wer es weich und fruchtig mag, nimmt eine Cuvée mit etwas Restsüße. Wer schlanke, kühle Rotweine bevorzugt, probiert Spätburgunder. Ein Probierpaket ist der schnellste Weg zur Antwort.
Gibt es das auch trocken?
Ja. Achte auf die Geschmacksangabe im Filter oder auf den Restzuckerwert in der Beschreibung: bis 4 Gramm je Liter gilt als trocken. Der Anteil trockener Flaschen ist kleiner als bei klassischem Wein, weil Restsüße den fehlenden Körper ausgleicht.
Bei welcher Temperatur serviert man alkoholfreien Rotwein?
Kühler als das alkoholhaltige Original, 12 bis 14 Grad. Ohne Alkohol fehlt die Wärme im Mund, bei 16 Grad und mehr wirkt die Restsüße schnell klebrig. Eine halbe Stunde vor dem Servieren in den Kühlschrank reicht meist aus.
Kann ich damit kochen?
Ja, das ist einer der häufigsten Gründe für den Kauf. Für Soßen, Schmorgerichte und Marinaden ersetzt er klassischen Rotwein eins zu eins. Reduziere ihn etwas kürzer, weil die Restsüße beim Einkochen stärker hervortritt.
Wie lange hält eine geöffnete Flasche?
Zwei bis drei Tage im Kühlschrank, verschlossen. Ohne Alkohol fehlt die keimhemmende Wirkung, der Restzucker macht das Getränk zusätzlich anfällig, und es oxidiert schneller als klassischer Wein.
Gibt es auch Bio-Qualität?
Ja, mehrere Flaschen im Sortiment stammen aus zertifiziert biologischem Anbau. Du erkennst sie am EU-Bio-Logo auf dem Etikett und findest sie über den Bio-Filter in der linken Spalte.