Tempranillo Wein kaufen

Tempranillo kaufen: Spaniens wichtigste Rebsorte
Tempranillo ist die meistangebaute Rebsorte Spaniens und steckt in fast jedem großen Rotwein des Landes. Kirsche und Pflaume, weiche Tannine, und sie verträgt Holz wie kaum eine zweite Sorte.
Unten kannst du das ganze Sortiment online bestellen, vom jungen Wein ohne Fass bis zum Gran Reserva. Darunter erklären wir Geschmack, Herkunft und die Namen, unter denen die Sorte sonst noch läuft.
Artikel 1-29 von 144
Tempranillo verstehen
Wie Tempranillo schmeckt
Im Glas ist Tempranillo tief rubinrot bis granatfarben. In der Nase Sauerkirsche, Pflaume und Brombeere, dazu je nach Ausbau Tabak, Leder, Vanille und Zedernholz.
Am Gaumen trocken, mit mittlerer bis kräftiger Tanninstruktur, die selten kratzt. Die Säure ist moderat, der Alkohol liegt meist zwischen 13 und 14,5 Prozent. Das macht die Sorte zugänglicher als Cabernet Sauvignon und kräftiger als Pinot Noir.
Jung getrunken schmeckt sie nach frischen roten Beeren. Nach ein paar Jahren im Keller kommen Dörrpflaume, Kakao und getrocknete Kräuter dazu. Wer weiche, runde Rotweine mag, ist hier richtig.
Die vielen Namen der Sorte
Kaum eine Rebsorte trägt so viele regionale Namen. Wer sie auf dem Etikett sucht, findet sie unter:
- Tinto Fino und Tinta del País in der Ribera del Duero und in Kastilien
- Tinta de Toro in Toro
- Cencibel in La Mancha und Valdepeñas
- Ull de Llebre in Katalonien, wörtlich Hasenauge
- Tinta Roriz und Aragonês in Portugal, wo sie auch in den Portwein geht
Der Name selbst kommt von temprano, spanisch für früh. Die Sorte reift zwei bis drei Wochen vor den meisten anderen roten Trauben. Genau das erlaubt ihr, auch in Höhenlagen mit kurzem Sommer noch auszureifen.
Woher Tempranillo kommt
Lange galt die Sorte als uralte iberische Wildform. Genetische Untersuchungen haben inzwischen die Eltern bestimmt: Tempranillo ist eine Kreuzung aus der weißen Albillo Mayor und der roten Benedicto. Beide sind in Nordspanien heimisch, Benedicto ist heute fast verschwunden.
Verbreitet hat sich die Sorte im Mittelalter entlang der Pilgerwege und über die Klöster. Heute steht sie auf mehr Fläche als jede andere Rebsorte Spaniens und gehört weltweit zu den meistangebauten roten Sorten überhaupt. Außerhalb Spaniens wächst sie in Portugal, Argentinien, Chile, Australien, Kalifornien und in kleinen Versuchsflächen sogar in der Pfalz und in Baden.
Wo sie am besten wächst
Tempranillo mag kalkhaltige Böden und braucht kühle Nächte, sonst verliert der Wein die Säure und wird plump. Deshalb liegen die besten Lagen hoch.
Rioja: gemäßigt, atlantisch beeinflusst. Die Weine sind schlanker, feiner und stärker vom Fass geprägt. Klassisch verschnitten mit Garnacha, Graciano und Mazuelo. Mehr dazu unter Rioja Wein.
Ribera del Duero: 720 bis über 1.000 Meter Höhe, heiße Tage, kalte Nächte. Die Weine sind dunkler, dichter und gerbstoffreicher, meist sortenrein. Mehr dazu unter Ribera del Duero.
Toro: heißer und trockener, alte wurzelechte Reben auf Sand. Tinta de Toro gibt dichte, kräftige Weine mit viel Alkohol.
La Mancha, Valdepeñas und Navarra: hier heißt sie Cencibel und liefert die zugänglichen, fruchtigen Alltagsweine, oft für unter zehn Euro.
Sortenrein oder als Cuvée
In der Ribera del Duero und in Toro steht Tempranillo meist allein. In der Rioja ist der Verschnitt die Regel: Garnacha bringt Frucht und Fülle, Graciano Säure und Würze, Mazuelo Gerbstoff und Farbe. Manche Bodegas ergänzen Cabernet Sauvignon oder Merlot. In Katalonien und in Navarra findest du auch Cuvées aus Tempranillo und Garnacha, die deutlich saftiger schmecken als der reine Sortenwein.
Joven, Roble, Crianza, Reserva und Gran Reserva
Die Reifestufe steht auf dem Etikett und sagt dir mehr über den Wein als der Jahrgang. Für Rotwein gilt landesweit:
- Crianza: mindestens zwei Jahre Reife, davon mindestens sechs Monate im Eichenfass. In der Rioja und der Ribera del Duero zwölf Monate Fass.
- Reserva: mindestens drei Jahre, davon mindestens ein Jahr im Holz. Die Rioja verlangt zusätzlich sechs Monate Flasche.
- Gran Reserva: mindestens fünf Jahre, davon mindestens achtzehn Monate im Fass. In der Rioja und der Ribera del Duero vierundzwanzig Monate.
Joven und Roble sind dagegen keine geschützten Begriffe. Joven heißt schlicht, dass keine Fassreife ausgewiesen ist. Was Roble bedeutet, legt jede Herkunft selbst fest, in der Ribera del Duero sind es mindestens drei Monate Fass, in der Rioja gibt es die Stufe gar nicht.
Amerikanische oder französische Eiche
Der Unterschied schmeckt man deutlich. Amerikanische Eiche, in der Rioja traditionell verbreitet, gibt Vanille, Kokos und Süßholz. Französische Eiche arbeitet feiner und bringt eher Zedernholz, Nelke und Röstnoten. Viele Bodegas kombinieren beides. Wer den klassischen Rioja-Ton sucht, greift zu amerikanischer Eiche, wer es straffer mag, zu französischer. Wein aus dem Stahltank bleibt fruchtbetont und frisch.
Nicht nur Rotwein
Aus Tempranillo entstehen auch Rosados, vor allem in Navarra, Cigales und La Mancha. Sie sind kräftiger in der Farbe als die blassen Varianten aus der Provence und schmecken nach Himbeere, Erdbeere und roter Johannisbeere. Dazu gibt es Bio-Tempranillo und inzwischen auch entalkoholisierte Varianten.
Die Bodegas
Aus der Rioja führen wir unter anderem Hacienda López de Haro, La Rioja Alta, Bodegas LAN, Baron de Ley, Bodegas Cune, El Coto de Rioja, Beloki, Luis Cañas und Bodegas Olarra mit dem Cerro Añón.
Aus der Ribera del Duero kommen Bodegas Protos, Emilio Moro, Condado de Haza, Viña Sastre und Embocadero. Dazu Torres mit dem Celeste, Casa Rojo, Bodegas Rasgón, Ercavio, Osborne mit dem Solaz und Dehesa La Granja. Wenn du eine bestimmte Bodega suchst, nimm den Winzer-Filter über der Produktliste.
Wozu Tempranillo passt
Ein junger Tempranillo ohne Holz ist der klassische Tapas-Wein: Chorizo, Serrano-Schinken, Patatas Bravas, Manchego. Crianza und Reserva vertragen Lamm, Rinderbraten, Wild und alles vom Grill. Gran Reserva braucht etwas Ruhiges, gereiften Hartkäse zum Beispiel. Serviertemperatur 16 bis 18 Grad. Wärmer betont nur den Alkohol, kälter verschließt die Frucht.
Was ein Tempranillo kostet
Unter zehn Euro bekommst du saftige Cencibel-Weine aus La Mancha und junge Rioja ohne Fass. Zwischen zehn und zwanzig Euro liegt der beste Gegenwert: Rioja Crianza und Ribera-Roble. Ab zwanzig Euro fangen Reserva und Gran Reserva an, dazu die Einzellagen aus Toro und der Ribera. Nach oben ist immer Luft. Filtern kannst du nach Preis, Herkunft, Reifestufe und Auszeichnung über die Leiste oben.
Weinversand und Lieferung
Bestellungen, die bis 16 Uhr bei uns eingehen, gehen am selben Tag raus. Versendet wird versichert mit DHL. Mehr zum Weinversand.
Dieses Bild wurde mit Liebe und KI erstellt.
Häufige Fragen zu Tempranillo
Wie schmeckt Tempranillo?
Trocken, mit Sauerkirsche, Pflaume und Brombeere, dazu weiche Tannine und moderate Säure. Nach Fassreife kommen Vanille, Tabak, Leder und Zedernholz dazu. Der Alkohol liegt meist zwischen 13 und 14,5 Prozent.
Woher kommt der Name Tempranillo?
Von temprano, dem spanischen Wort für früh. Die Sorte reift zwei bis drei Wochen vor den meisten anderen roten Trauben, was ihr auch in kühlen Höhenlagen die volle Reife erlaubt.
Wie heißt Tempranillo noch?
Tinto Fino und Tinta del País in der Ribera del Duero, Tinta de Toro in Toro, Cencibel in La Mancha und Valdepeñas, Ull de Llebre in Katalonien, Tinta Roriz und Aragonês in Portugal.
Ist Tempranillo trocken?
Ja, praktisch alle Tempranillo-Rotweine sind trocken ausgebaut. Die weiche Tanninstruktur und die reife Frucht lassen sie oft milder wirken, als sie tatsächlich sind. Restsüße spielt bei dieser Sorte keine Rolle.
Was ist der Unterschied zwischen Crianza, Reserva und Gran Reserva?
Die Reifezeit vor dem Verkauf. Crianza heißt mindestens zwei Jahre Reife mit mindestens sechs Monaten Eichenfass, in Rioja und Ribera del Duero zwölf Monate. Reserva verlangt drei Jahre mit mindestens einem Jahr Holz. Gran Reserva fünf Jahre mit mindestens achtzehn Monaten Fass, in Rioja und Ribera vierundzwanzig Monate.
Wird Tempranillo immer sortenrein ausgebaut?
Nein. In der Ribera del Duero und in Toro meistens ja, in der Rioja ist der Verschnitt die Regel. Dort ergänzen Garnacha, Graciano und Mazuelo Frucht, Säure und Gerbstoff.
Wie lange kann man Tempranillo lagern?
Ein junger Wein ohne Fass wird innerhalb von zwei bis drei Jahren getrunken. Ein Crianza hält fünf bis acht Jahre, ein Reserva zehn und mehr. Gran Reserva aus guten Jahrgängen kann zwanzig Jahre und länger liegen, kommt aber ohnehin schon trinkreif in den Verkauf.
Bei welcher Temperatur trinkt man Tempranillo?
Zwischen 16 und 18 Grad. Wärmer tritt der Alkohol in den Vordergrund, kälter verschließt sich die Frucht und die Tannine wirken härter.
Gibt es Tempranillo auch als Rosé?
Ja, als Rosado. Vor allem aus Navarra, Cigales und La Mancha. Diese Weine sind farbintensiver als Rosé aus der Provence und schmecken nach Himbeere, Erdbeere und roter Johannisbeere.
Welcher Tempranillo passt zu Tapas?
Ein junger Wein ohne Fassausbau oder ein Roble. Beide haben genug Frucht für Chorizo und Manchego, ohne die Gerichte zu erschlagen. Ein Gran Reserva ist dafür meist zu mächtig.
