Gérard Bertrand Weine kaufen

Gerard Bertrand Wein

Weingut Gérard Bertrand: Weine aus dem Languedoc

Gérard Bertrand hat aus dem kleinen Familiengut seines Vaters in den Corbières eines der bekanntesten Weinhäuser Südfrankreichs gemacht, die eigenen Weinberge bewirtschaftet er biodynamisch. Bekannt ist er vor allem für die Côte des Roses, den Rosé in der Flasche mit dem Rosenboden. Weil unter seinem Namen sehr unterschiedliche Weine laufen, erklären wir unten, welche Linie was ist.

Welche Linie ist welche? ↓

Gérard Bertrand Weine: das Weingut und seine Linien erklärt

Vom Rugbyfeld nach Villemajou

Gérard Bertrand kam 1965 in Narbonne zur Welt. Die erste Lese erlebte er als Kind bei seinem Vater Georges auf dem Château de Villemajou in Boutenac, mitten in den Corbières. Beruflich zog es ihn zunächst aufs Rugbyfeld: Ab 1984 spielte er für den RC Narbonne, seine Laufbahn beendete er 1994 als Kapitän von Stade Français in Paris.

Als sein Vater 1987 bei einem Unfall starb, übernahm er mit 22 Jahren das Weingut. Sieben Jahre lang war er gleichzeitig Profisportler und Winzer. Aus dem einen Gut sind seitdem über ein Dutzend geworden. Die International Wine Challenge kürte ihn zum Rotwein-Winzer des Jahres 2012.

Biodynamie seit 2002

Den Anfang machte das Gut Cigalus bei Bizanet, das Bertrand 1995 gekauft hatte. 2002 begann er dort auf wenigen Hektar mit biodynamischem Anbau, heute trägt das Gut das Demeter-Siegel. Danach stellte er Gut für Gut um. Inzwischen werden alle eigenen Weinberge des Hauses biodynamisch bewirtschaftet.

Biodynamie heißt praktisch: keine synthetischen Spritz- und Düngemittel, eigene Präparate aus Kräutern, Mist und Mineralien, und ein Arbeitskalender, der sich nach Mond und Sonne richtet. Das kostet deutlich mehr Handarbeit als konventioneller Anbau. Im trockenen, windigen Klima am Mittelmeer ist Biodynamie leichter umzusetzen als in feuchteren Regionen.

Neben den eigenen Gütern arbeitet Bertrand mit Partnerwinzern aus der Region, von ihnen stammt ein großer Teil der Trauben. Deshalb ist nicht jeder Wein mit seinem Namen automatisch bio. Verlässlich ist das Bio- oder Demeter-Zeichen auf dem Etikett. In unserer Liste oben findest du dafür den Filter „Bio Produkt“.

Die Güter: von La Clape bis nach Limoux

Stammsitz ist das Château l'Hospitalet im Massiv von La Clape zwischen Narbonne und dem Meer, gleich daneben das Château des Karantes. In den Corbières stehen das Elterngut Château de Villemajou in Boutenac und Cigalus. Im Minervois-La Livinière gehören Laville-Bertrou und der Clos d'Ora dazu, der als Spitzenwein des Hauses gilt.

Weiter im Westen, bei Limoux am Fuß der Pyrenäen, liegt die Domaine de l'Aigle. Das kühlere Klima passt zu Chardonnay und Pinot Noir. Das Château de la Soujeole in der Malepère arbeitet mit Merlot, Cabernet Franc und Malbec, also mit Rebsorten, die man eher aus Bordeaux kennt. Auf den Terrasses du Larzac im Hinterland von Montpellier gehört La Sauvageonne zum Haus. Hinzu kommen unter anderem der Clos du Temple bei Cabrières und Villa Soleilla. Mehr zu den Herkünften findest du bei unseren Weinen aus Frankreich.

Château oder Marke? So liest du das Etikett

Unter dem Namen Gérard Bertrand laufen zwei sehr verschiedene Arten von Wein. Steht ein Château, ein Clos oder eine Domaine auf dem Etikett, kommt der Wein von einem der eigenen Güter und zeigt dessen Lage. Steht dort ein Linienname wie Côte des Roses, Gris Blanc oder Heritage, ist es ein Markenwein, den das Haus Jahr für Jahr im gleichen Stil zusammenstellt.

Côte des Roses ist die bekannteste Linie, mit Rosé, Weißwein und Rotwein aus dem Languedoc. Erkennbar ist sie an der Flasche, deren Boden wie eine Rose geformt ist. Der Rosé ist eine Cuvée aus Grenache, Cinsault und Syrah. Fast so blass wie Weißwein ist der Gris Blanc, ein Rosé aus Grenache Gris und Grenache Noir. Zum Gris Blanc gibt es bei uns einen eigenen Magazinbeitrag.

Für Weißwein steht La Grande Bleue, eine frische Cuvée aus Vermentino, Sauvignon Blanc, Chardonnay, Grenache Blanc und Viognier. Change kommt von Partnerwinzern, die ihre Weinberge auf biologischen Anbau umstellen. Mit dieser Linie unterstützt das Haus sie in der Umstellungszeit. Ob ein Jahrgang schon das Bio-Siegel trägt, zeigt das Etikett.

Hampton Water ist ein Rosé, den Jon Bon Jovi und sein Sohn Jesse Bongiovi 2018 gemeinsam mit Gérard Bertrand auf den Markt gebracht haben. Die Idee stammt aus den Hamptons auf Long Island. Gemacht wird der Wein im Languedoc, die Cuvée hat Bertrand mit Vater und Sohn zusammengestellt. Inzwischen gibt es ihn auch als Schaumwein unter dem Namen Hampton Water Bubbly.

Warum auf den Heritage-Flaschen Jahreszahlen stehen

Die Zahlen auf den Heritage-Weinen sind keine Jahrgänge. Sie verweisen auf ein Datum aus der Geschichte der jeweiligen Herkunft. An 806 steht auf dem Corbières und erinnert an die erste Erwähnung der Burg Peyrepertuse, einer der Katharerburgen, die bis heute auf den Felsen über den Weinbergen stehen. An 1189 auf dem Pic Saint-Loup bezieht sich auf die mittelalterliche Legende, von der der Berg seinen Namen hat. Ähnlich funktionieren An 873 beim Minervois und An 1650 bei La Clape.

Die meisten Heritage-Weine sind Rotweine aus den klassischen Appellationen des Languedoc, meist aus Grenache, Syrah und Mourvèdre, teils mit Carignan. Früher liefen viele von ihnen unter dem Namen Grand Terroir. Deshalb findest du im Handel beide Bezeichnungen, und auch bei uns tragen manche Flaschen noch den alten Namen.

Rotwein, Weißwein und Banyuls von Gérard Bertrand

Bekannt ist das Haus für Rosé, der größere Teil der Spitzenweine ist aber rot. Neben den Cuvées aus den Corbières, dem Minervois und La Clape gibt es den Heritage Cabernet Sauvignon aus dem Pays d'Oc, einen fast sortenreinen Cabernet mit etwas Syrah. Beim Weißwein reicht die Spanne von der frischen Grande Bleue bis zum Chardonnay der Domaine de l'Aigle, der in Barriques ausgebaut wird.

Dazu kommt ein Banyuls, ein Süßwein aus dem Roussillon an der spanischen Grenze. Er wird als Vin Doux Naturel erzeugt: Die Gärung wird durch Zugabe von neutralem Traubenalkohol gestoppt, dadurch bleibt natürliche Traubensüße im Wein. Dazu passen Schokolade und Blauschimmelkäse.

Gerard Bertrand Weine kaufen aus dem LanguedocLa Grande Bleue - Weisswein aus dem Languedoc                                                                                                                                                                  (Dieses Bild wurde mit Liebe & KI erstellt)

Wo der Einstieg liegt

Am günstigsten sind La Grande Bleue, Gris Blanc und Côte des Roses, alle um die zehn Euro. Eine Stufe darüber liegen die Heritage-Rotweine. Hampton Water, der Banyuls und die Weine von den eigenen Gütern wie Domaine de l'Aigle oder Château de la Soujeole kosten mehr. Ganz oben stehen Château l'Hospitalet und Clos d'Ora. Unser Tipp zum Kennenlernen: eine Côte des Roses und ein Heritage aus den Corbières nebeneinander.

Gérard Bertrand bei genuss7

Wir führen die Rosés von Côte des Roses, Gris Blanc und Hampton Water, die Heritage-Rotweine aus den Corbières, dem Minervois, La Clape und dem Pic Saint-Loup sowie den Heritage Cabernet Sauvignon, die Weißweine La Grande Bleue und Domaine de l'Aigle Chardonnay, dazu das Château de la Soujeole und den Banyuls. Bestellungen bis 16 Uhr gehen werktags am selben Tag mit DHL raus.

↑ Zurück zu den Weinen

Häufige Fragen zu Gérard Bertrand

Wer ist Gérard Bertrand?

Ein Winzer aus Narbonne und früherer Rugbyspieler. Er übernahm 1987 nach dem Unfalltod seines Vaters das Château de Villemajou in den Corbières und hat daraus eines der bekanntesten Weinhäuser Südfrankreichs gemacht, mit mehr als einem Dutzend eigener Güter.

Sind die Weine von Gérard Bertrand bio?

Die eigenen Weinberge werden seit der Umstellung, die 2002 auf dem Gut Cigalus begann, biodynamisch bewirtschaftet, viele Güter tragen das Demeter-Siegel. Weil das Haus auch mit Partnerwinzern arbeitet, ist aber nicht jeder Wein mit seinem Namen automatisch bio. Verlässlich ist das Bio- oder Demeter-Zeichen auf dem Etikett.

Welche Weingüter gehören zu Gérard Bertrand?

Unter anderem Château l'Hospitalet und Château des Karantes in La Clape, Château de Villemajou und Cigalus in den Corbières, Clos d'Ora und Laville-Bertrou im Minervois-La Livinière, Domaine de l'Aigle bei Limoux, Château de la Soujeole in der Malepère, La Sauvageonne auf den Terrasses du Larzac sowie der Clos du Temple und Villa Soleilla.

Was bedeuten die Zahlen auf den Heritage-Flaschen?

Es sind keine Jahrgänge, sondern historische Daten der jeweiligen Herkunft. An 806 beim Corbières steht für die erste Erwähnung der Katharerburg Peyrepertuse, An 1189 beim Pic Saint-Loup für die Legende hinter dem Namen des Berges. Der Jahrgang steht zusätzlich auf dem Etikett.

Ist Grand Terroir dasselbe wie Heritage?

Ja. Viele Weine, die früher unter Grand Terroir liefen, heißen heute Heritage. Im Handel findest du beide Namen, auch bei uns tragen manche Flaschen noch den alten.

Was hat Bon Jovi mit Gérard Bertrand zu tun?

Jon Bon Jovi und sein Sohn Jesse Bongiovi haben 2018 zusammen mit Gérard Bertrand den Rosé Hampton Water herausgebracht. Die Idee kommt aus den Hamptons, der Wein aus dem Languedoc. Später kam mit Hampton Water Bubbly eine Schaumwein-Version dazu.

Welcher Wein von Gérard Bertrand eignet sich zum Einstieg?

Für Rosé die Côte des Roses oder der Gris Blanc, für Weißwein La Grande Bleue, für Rotwein ein Heritage aus den Corbières oder dem Minervois. Die Rosés und La Grande Bleue kosten um die zehn Euro, die Heritage-Rotweine etwas mehr.

Kann man die Weingüter von Gérard Bertrand besichtigen?

Ja. Das Château l'Hospitalet bei Narbonne ist ein Weingut mit Hotel, Restaurants, Weinshop und Verkostungen, im Sommer findet dort ein Jazzfestival statt. Termine vereinbarst du direkt mit dem Weingut. Wir verkaufen und verschicken die Weine online.