Blanc de Noir - Weißwein aus roten Trauben

Blanc de Noir kaufen: Weißwein aus roten Trauben
Gepresst wird rot, ins Glas kommt hell. Der Winzer trennt den Saft von den Schalen, bevor Farbe hineingeht, und keltert ihn dann wie einen Weißwein. Das Ergebnis hat mehr Körper als ein Riesling bei gleicher Frische. Der Griff für den Abend, an dem die einen Weiß und die anderen Rot wollen.
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Ein toller Schwaumwein aus EnglandEmpfehlungGusbourne Estate Kent, EnglandChardonnay, Pinot Meunier , Pinot NoirTrocken
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Wunderbar schmelziger Blanc de NoirWeingut Bassermann-Jordan Pfalz, DeutschlandCabernet Sauvignon, SpätburgunderTrocken
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Aus SpätburgundertraubenEmpfehlungWeingut Milch Rheinhessen, DeutschlandSpätburgunderTrocken
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Blanc de Noir: wie er gemacht wird und wie er schmeckt
Was Blanc de Noir ist
Ein heller Wein aus roten Trauben. Das klingt widersprüchlich, ist aber reine Kellertechnik. Der Farbstoff sitzt bei roten Trauben in der Beerenhaut, das Fruchtfleisch darunter ist hell. Wird der Saft schnell genug abgetrennt, bleibt der Most hell und der Wein auch. Wenn du „weißer Rotwein" oder „Weißwein aus roten Trauben" googelst, bist du hier richtig.
Wie er gemacht wird
Die Trauben kommen ganz oder leicht angequetscht in die Presse und werden bei niedrigem Druck abgepresst. Der Most läuft ab, ohne auf den Schalen zu stehen. Danach läuft alles wie bei einem Weißwein. Kühl vergoren, meist im Edelstahl, Holz ist die Ausnahme. Entscheidend ist Tempo. Jede Stunde zwischen Saft und Schale bringt Farbe, und ab einem gewissen Punkt ist es ein Rosé.
Der Begriff ist geregelt
Seit einigen Jahren darf das nicht mehr jeder draufschreiben. Das deutsche Weinrecht knüpft den Begriff an Bedingungen: Der Wein muss aus frischen roten Trauben wie ein Weißwein gekeltert sein, die helle Farbe eines Weißweins haben und eine geschützte Herkunft tragen. Einfacher Deutscher Wein ohne Herkunftsangabe fällt raus. Kurios nebenbei: Weißwein nennen darf er sich trotzdem nicht, diese Bezeichnung ist Wein aus weißen Trauben vorbehalten.
Der Unterschied zu Rosé und Weißherbst
Beim Rosé stehen Saft und Schalen bewusst ein paar Stunden zusammen, davon kommt die Farbe. Hier zählt jede Minute in die andere Richtung. Der Weißherbst ist der deutsche Sonderfall dazwischen: ein Qualitäts- oder Prädikatswein aus einer einzigen roten Sorte, für den das Weinrecht mindestens 95 Prozent hell gekelterten Most verlangt. Praktisch heißt das: Wenn dir Rosé zu bunt ist, kommst du mit Blanc de Noir trotzdem klar.
Blanc de Blancs ist das Gegenstück
Die Namen sehen sich ähnlich und meinen das Gegenteil. Blanc de Blancs ist weiß aus weiß, also ein Wein aus weißen Trauben, in der Champagne klassisch aus Chardonnay. Beide Begriffe kommen aus dem Schaumwein und sind erst später auf Stillwein übergegangen. Magst du Blanc de Blancs, findest du hier die kräftigere Variante.
Blanc de Noir Flaschen in der Pfalz (Dieses Bild wurde mit Liebe & KI gestaltet)
Die drei Rebsorten
Grundsätzlich eignet sich jede rote Sorte, praktisch sind es bei uns vor allem drei. Spätburgunder wird am feinsten, mit heller Kirsche und einer Säure, die den Wein lang macht. Merlot fällt breiter aus und hat die weichste Säure, damit fängst du am besten an. Schwarzriesling, in Frankreich Pinot Meunier, bringt mehr Kante mit. Vereinzelt findest du auch Cabernet Sauvignon.
Wie er schmeckt
Runder als die meisten Weißweine. Das liegt weniger am Körper als an der Säure: Rote Sorten bringen davon von Haus aus weniger mit, und das nimmt dem Wein die Spitze. Typisch sind Aromen von Pfirsich und Birne, dazu oft ein Anklang von Erdbeere, der an die Herkunft erinnert. Magst du es sehr schlank und spitz, bist du im Weißwein-Sortiment besser aufgehoben.
Trocken, fast ausnahmslos
Die Machart lebt von Frische, deshalb wird sie so gut wie immer trocken ausgebaut. Feinherbes gibt es vereinzelt, Liebliches praktisch nicht. Über den Filter oben grenzt du die Geschmacksrichtung ein.
Woher er kommt
Der Schwerpunkt liegt in der Pfalz. Der Merlot Blanc de Noirs von Karl Pfaffmann ist einer der meistgesuchten Weine in unserem ganzen Sortiment. Willst du nur einen probieren, nimm den. Daneben machen ihn A. Diehl, Christoph Hammel, Bassermann-Jordan, Klaus Meyer und Villa Hochdörffer. Aus Rheinhessen kommen Milch und Keth, aus Württemberg Eberbach-Schäfer mit Schwarzriesling. An der Nahe arbeitet Christian Bamberger vor allem mit Merlot.
Der Begriff in der Champagne
Dort ist Blanc de Noirs älter als bei uns und bedeutet etwas Genaueres: ein Champagner aus Pinot Noir und Pinot Meunier, ohne Chardonnay. Diese Flaschen fallen kräftiger aus als ein Blanc de Blancs und altern anders. Ein paar davon stehen auch hier auf dieser Seite, der Rest im Schaumwein-Sortiment.
Servieren
Er will kühler als ein Rotwein und wärmer als ein Riesling. Zwanzig Minuten Kühlschrank reichen nicht, rechne mit einer guten Stunde. Zu kalt verschwindet genau die Rundung, für die du ihn trinkst. Karaffe braucht er keine. Zum Weglegen ist er in der Regel nicht gemacht, trink ihn jung.
Was dazu passt
Gebratenes Geflügel, Schweinefilet, Kalb und kräftigerer Fisch wie Lachs oder Saibling funktionieren. Auch gegrilltes Gemüse und Antipasti passen. Zu sehr säurelastigen Gerichten und zu rohem Fisch greifen wir lieber zu einem schlanken Weißwein. Und wenn du unschlüssig bist: Über die Filter oben kommst du direkt zu einem bestimmten Weingut oder einer Geschmacksrichtung.
Häufige Fragen zu Blanc de Noir
Was ist Blanc de Noir?
Ein Wein, der aus roten Trauben wie ein Weißwein gekeltert wird und auch so aussieht. Weißwein heißen darf er trotzdem nicht, die Bezeichnung ist Wein aus weißen Trauben vorbehalten.
Was heißt Blanc de Noir übersetzt?
Weiß aus Schwarz. Gemeint ist die dunkle Traube, aus der ein heller Wein entsteht.
Ist Blanc de Noir ein Rosé?
Nein, er ist deutlich heller. Beim Rosé bleibt der Saft absichtlich auf den Schalen, hier wird er sofort abgetrennt.
Was ist der Unterschied zwischen Blanc de Blancs und Blanc de Noir?
Blanc de Blancs kommt aus weißen Trauben, meist Chardonnay. Blanc de Noir kommt aus roten. Die Namen ähneln sich, die Herkunft ist gegensätzlich.
Aus welcher Traube wird Blanc de Noir gemacht?
Meistens aus Spätburgunder, Merlot oder Schwarzriesling. Grundsätzlich eignet sich jede rote Sorte.
Wie schmeckt Blanc de Noir?
Trocken und runder als die meisten Weißweine, weil rote Sorten weniger Säure mitbringen. Dazu helle Frucht und oft ein Anklang von Erdbeere.
Bei welcher Temperatur serviert man Blanc de Noir?
Wir empfehlen 9 bis 11 Grad. Zu kalt verliert er seine Rundung.