Dornfelder Rotwein und Rosé
Dornfelder: tiefe Farbe und dunkle Frucht
Dornfelder ist nach Spätburgunder die meistangebaute rote Rebsorte Deutschlands, zu Hause vor allem in Rheinhessen und der Pfalz. Einen reinsortigen Dornfelder haben wir gerade nicht im Programm. Bei uns steckt die Sorte in Rotwein-Cuvées und Rosés, denen sie Farbe und Saft gibt.
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Was ist Dornfelder für ein Wein?
Dornfelder ist eine rote Rebsorte, gezüchtet in Württemberg. Im Glas ist er tiefdunkel, riecht nach Kirsche und Brombeere und hat spürbar Gerbstoff. Ausgebaut wird er meist trocken, seltener halbtrocken oder lieblich.
Ist Dornfelder ein Rotwein?
Ja. Dornfelder ist eine rote Traube mit dunkelblauen Beeren, und fast immer wird daraus Rotwein. Wird der Most nur kurz auf den Schalen vergoren, entsteht Rosé. Selten wird Dornfelder weiß gekeltert, also ohne Schalen gepresst. Daraus entstehen Blanc de Noir oder Grundwein für Sekt, beides deutlich seltener als Rotwein und Rosé.
Herkunft: Weinsberg, Rheinhessen und Pfalz
Dornfelder ist eine Kreuzung aus Helfensteiner und Heroldrebe. Gezüchtet hat sie August Herold an der Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg in Württemberg. Ihren Namen hat sie von Immanuel Dornfeld, dem Gründer der Weinsberger Weinbauschule. Ausgewählt wurde die Sorte wegen ihrer Farbe: Anfangs diente sie als Deckwein, der blassen Rotweinen mehr Farbe gab.
Das größte Anbaugebiet ist Rheinhessen, danach folgt die Pfalz. In beiden Regionen steht Dornfelder auf rund einem Zehntel der Rebfläche. Kleinere Flächen gibt es an der Nahe, an der Mosel und in fast allen anderen deutschen Gebieten. Außerhalb Deutschlands spielt die Sorte kaum eine Rolle. Steckbrief und Anbaudaten findest du im Weinlexikon unter Dornfelder.

Wie schmeckt Dornfelder?
Im Glas ist Dornfelder tiefrot bis schwarzrot. In der Nase zeigt er Sauerkirsche, Brombeere und Holunder. Am Gaumen ist er saftig, mit moderater Säure und viel Gerbstoff. Jung abgefüllt schmeckt er vor allem nach Frucht. Reift Dornfelder im Holzfass oder Barrique, tritt die Frucht zurück, der Wein bekommt mehr Struktur und Röstnoten.
Der Unterschied zu Spätburgunder fällt schon bei der Farbe auf: Spätburgunder ist heller, hat weniger Gerbstoff und duftet eher nach roten Beeren. Dornfelder ist dunkler, dichter und fruchtiger. Stell einen unserer Spätburgunder daneben, dann siehst du den Unterschied schon im Glas.
Ist Dornfelder ein guter Wein?
Das hängt vom Weingut ab. Die Rebe trägt sehr viele Trauben, und wer alle hängen lässt, bekommt dünnen, einfachen Wein. Deshalb dünnen gute Winzer die Trauben aus und ernten weniger. Dann entstehen dichte Rotweine, die auch das Barrique gut vertragen. Günstiger Dornfelder aus hohem Ertrag schmeckt dagegen oft schlicht und wird gern mit Restsüße abgefüllt.
Dornfelder trocken, halbtrocken oder lieblich
Dornfelder gibt es trocken, halbtrocken und lieblich. Lieblich findet man ihn vor allem beim Rosé. Die Restsüße betont die Frucht und mildert den Gerbstoff.
Unsere Rotwein-Cuvées mit Dornfelder sind überwiegend trocken. Halbtrocken im Sinne des Weingesetzes führen wir bei Dornfelder gerade nicht. Am nächsten kommt die Bergdolt-Reif und Nett Biking Rotwein-Cuvée feinherb aus der Pfalz, denn feinherb liegt geschmacklich meist im halbtrockenen Bereich. Lieblich ist die Rotweincuvée Weingut Kiefer Die Freude teilen aus Baden. Sie besteht aus fünf Sorten, darunter Spätburgunder und Dornfelder. Weitere Rotweine mit etwas Süße findest du unter halbtrockener Rotwein.
Dornfelder in Cuvées
In Cuvées sorgt Dornfelder für Farbe und saftige Frucht, Partner wie Cabernet Sauvignon oder St. Laurent bringen Struktur. Der Karl May Blutsbruder Rot trocken aus dem rheinhessischen Wonnegau setzt auf Cabernet Sauvignon und Cabernet Cubin, der Dornfelder bringt die Frucht dazu. Ein Teil reift im Barrique. Beim Karl May Kleiner Bruder Rotweincuvée trocken sind St. Laurent und Regent die Partner, ausgebaut im großen Holzfass. Der Christoph Hammel Lokalmatador Cuvée Rot trocken aus der Pfalz kombiniert Dornfelder mit Acolon und Regent. Mehr Weine aus der Region findest du unter Wein aus der Pfalz.
Dornfelder Rosé
Aus Dornfelder entstehen kräftig gefärbte Rosés mit viel Beerenfrucht. Der Christoph Hammel Sissi & Franz Rosé lieblich aus Portugieser, Dornfelder und Spätburgunder duftet nach Himbeere, Erdbeere und Kirsche. Trocken und frisch ist dagegen Weingut Seebrich Rosé trocken aus Rheinhessen, mit Spätburgunder, St. Laurent und Dornfelder. Alle weiteren Rosés findest du unter Roséwein.
Wie lange ist Dornfelder haltbar?
Fruchtige Dornfelder aus dem Edelstahltank trinkst du am besten jung. Weine aus dem Holzfass haben mehr Gerbstoff und halten länger. Eine geöffnete Flasche verschließt du wieder und trinkst sie in den nächsten Tagen aus.
Wozu passt Dornfelder?
Fruchtige Dornfelder vertragen im Sommer ruhig etwas Kühlung. Zum Essen passt er zu Schweinebraten mit dunkler Soße, Wildgulasch oder kräftigem Bergkäse. Welche Käse zu welchem Wein passen, steht unter Wein zu Käse.
Probiert und beraten
Jede Cuvée und jeden Rosé mit Dornfelder auf dieser Seite haben wir selbst probiert. Welche Cuvée oder welcher Rosé zu deinem Essen passt, sagen wir dir gern am Telefon, montags bis freitags von 9 bis 16:30 Uhr unter 07031 463 86 42.
Häufige Fragen zu Dornfelder
Ist Dornfelder immer ein Rotwein?
Fast immer. Aus der dunklen Traube entsteht Rotwein, bei kurzem Schalenkontakt auch Rosé.
Ist Dornfelder rot oder weiß?
Rot, mit dunkelblauen Beeren. Weiß gekeltert gibt es ihn nur selten.
Ist Dornfelder ein guter Wein?
Von einem guten Weingut mit niedrigem Ertrag ja: dicht, dunkel und fruchtig. Billiger Massenwein aus Dornfelder ist oft dünn und süßlich.
Woher kommt Dornfelder?
Gezüchtet wurde er in Weinsberg in Württemberg. Die meisten Reben stehen heute in Rheinhessen und der Pfalz.
Wie schmeckt Dornfelder?
Nach Sauerkirsche, Brombeere und Holunder, mit moderater Säure und kräftigem Gerbstoff. Aus dem Barrique kommen Röstnoten dazu.
Gibt es Dornfelder lieblich, halbtrocken und trocken?
Ja, alle drei. Lieblich findest du häufiger beim Rosé, unsere Rotwein-Cuvées sind überwiegend trocken.
Ist Dornfelder eine Rebsorte?
Ja, eine deutsche Neuzüchtung aus Helfensteiner und Heroldrebe, benannt nach Immanuel Dornfeld.
Wie lange ist Dornfelder Rotwein haltbar?
Fruchtige Dornfelder trinkst du am besten in den ersten Jahren. Weine aus dem Holzfass halten länger. Geöffnet bald austrinken.
Gibt es Dornfelder Rosé?
Ja. Durch kurzen Schalenkontakt entsteht ein kräftig gefärbter Rosé mit viel Beerenfrucht, oft lieblich, bei uns auch trocken.
