Gewürztraminer Wein aus Elsass, Südtirol und Pfalz

Gewürztraminer: die weiße Sorte, die nach Rosen duftet
Gewürztraminer ist die duftende Spielart des Traminers, erkennbar an den rosa Beeren. Bei uns kommt er aus dem Elsass, aus Südtirol und der Pfalz, dazu Cuvées mit einem Anteil der Sorte.
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Wie schmeckt Gewürztraminer?
Kaum eine weiße Sorte riecht so stark wie Gewürztraminer. Typisch sind Rosenblüten und Litschi, oft auch Bitterorange und Marzipan. Am Gaumen hat er viel Extrakt und Alkohol bei milder Säure, im Glas leuchtet er kräftig gelb, oft mit Kupferton.
Unterschied zwischen Traminer und Gewürztraminer
Traminer ist der Oberbegriff für eine alte Sortenfamilie, in Frankreich heißt sie Savagnin. Die Spielarten unterscheiden sich vor allem an der Farbe der Beeren: Der Gelbe Traminer hat gelbliche, der Rote Traminer rote Beeren. Gewürztraminer ist die besonders aromatische Spielart mit hellroten Beeren und die bekannteste der Familie. Im deutschen Sprachgebrauch dient Traminer oft als Kurzform für Gewürztraminer. Mehr zur Sortenfamilie steht im Weinlexikon unter Traminer.
Aromen im Glas: Rose, Litschi und Muskat
Der Nals Margreid Leiten Gewürztraminer DOC aus Südtirol zeigt in der Nase Litschi, Ananas, Muskat und Rosen, dazu einen Hauch Vanille und Marzipan. Am Gaumen bleibt er füllig und weich. Steckbrief und Lagerfähigkeit findest du im Weinlexikon unter Gewürztraminer.
Vom Muskateller unterscheidet sich Gewürztraminer deutlich. Muskateller ist eine eigene Rebsorte, er riecht vor allem nach Muskat und ist meist leichter und frischer. Gewürztraminer selbst duftet stärker nach Rose und Litschi und hat mehr Fülle.
Gewürztraminer trocken oder lieblich?
Beides gibt es. Die Sorte erreicht hohe Mostgewichte, deshalb reicht die Spanne von trocken über halbtrocken bis zu süßen Spätlesen und edelsüßen Auslesen. Wegen der milden Säure schmeckt schon ein trockener Gewürztraminer oft runder als ein trockener Riesling.
Trocken ist bei uns der Christian Hirsch Weiss und Wild trocken, eine Cuvée aus Württemberg mit Gewürztraminer-Anteil. Lieblich ist der André Stentz Gewürztraminer AOP aus dem Elsass, mit Litschi, Ananas und Orangenzesten in der Nase. Ganz süß ist der Hammel & Cie Gewürztraminer Nobel & Süß aus der Pfalz, eine Cuvée aus Gewürztraminer und Riesling. Er riecht nach Maracuja und getrockneten Rosen, dazu kommen Honig und ein Hauch Botrytis. Weitere Dessertweine findest du unter Süßwein.
Gewürztraminer aus dem Elsass
Frankreich hat die größte Anbaufläche, fast alles davon steht im Elsass. Auf elsässischen Etiketten steht der Name ohne Umlaut: Gewurztraminer. Dort entstehen kraftvolle, oft üppige Weine. Aus spät gelesenen, überreifen Trauben entstehen Vendanges Tardives, Gewürztraminer ist dafür eine der zugelassenen Sorten. Mehr zur Region steht im Weinlexikon unter Elsass.
Südtirol und der Ort Tramin
Der Name geht vermutlich auf das Weindorf Tramin in Südtirol zurück, dessen Wein schon im Mittelalter einen guten Ruf hatte. Belegt ist das nicht, die Herkunft der Sorte ist umstritten. Heute gehört Gewürztraminer zu den meistgepflanzten Weißweinsorten Südtirols, die wichtigsten Lagen liegen in Tramin und Eppan. Der Cantina Andrian Movado Gewürztraminer DOC wächst auf Kalkböden mit Lehm und reift im Edelstahl auf der Feinhefe. Er duftet nach Litschi, Grapefruit, Rosen und weißem Pfeffer.
Gewürztraminer aus der Pfalz
In Deutschland ist die Pfalz das größte Anbaugebiet für Gewürztraminer, mit Abstand vor Rheinhessen und Baden. In Rhodt unter Rietburg stehen im Rosengarten Traminer-Reben, die über 400 Jahre alt sein sollen und noch immer Trauben tragen. Weitere Weine aus der Region findest du unter Wein aus der Pfalz.
Gewürztraminer in der Cuvée
Schon ein kleiner Anteil Gewürztraminer bringt Duft in eine Cuvée. Der Torres Vina Esmeralda DO aus Katalonien kombiniert Muscat d’Alexandrie mit Gewürztraminer. Er reift nur im Edelstahl und duftet nach Birne, Rose, Jasmin und Muskat. In der Cuvée von Christian Hirsch steht die Sorte neben Weißburgunder, Riesling und Rivaner.
Wozu trinkt man Gewürztraminer?
Am besten passt er zu würzigen Gerichten aus Asien, Indien oder Marokko. Ein Klassiker im Elsass ist Münsterkäse, auch zu anderen Rotschmierkäsen und kräftigem Blauschimmelkäse funktioniert er. Weitere Ideen findest du unter Wein zu Käse. Trockene Gewürztraminer passen zu Geflügel in aromatischer Soße und zu Wildpastete, süße zu Desserts mit Marzipan. Trink ihn bei 10 bis 12 Grad. Zu kalt verliert er seinen Duft.
Probiert und beraten
Jeden Wein auf dieser Seite haben wir selbst probiert. Ob ein trockener oder ein lieblicher Gewürztraminer besser zu deinem Essen passt, sagen wir dir gern am Telefon, montags bis freitags von 9 bis 16:30 Uhr unter 07031 463 86 42.
Häufige Fragen zu Gewürztraminer
Was ist ein Gewürztraminer?
Eine weiße Rebsorte aus der Traminer-Familie mit rötlich gefärbten Beeren. Bekannt ist sie für ihren starken Duft.
Wie schmeckt Gewürztraminer?
Blumig und exotisch: Rose, Litschi, Bitterorange, oft etwas Marzipan. Am Gaumen voll, mit wenig Säure.
Ist Gewürztraminer trocken oder lieblich?
Es gibt ihn in allen Stufen von trocken bis edelsüß. Welche du vor dir hast, steht auf dem Etikett.
Was ist der Unterschied zwischen Traminer und Gewürztraminer?
Traminer ist der Name der Sortenfamilie. Gewürztraminer ist ihre aromatischste Spielart mit hellroten Beeren. In Deutschland werden beide Namen oft gleich verwendet.
Wozu trinkt man Gewürztraminer?
Zu scharf gewürzter asiatischer oder indischer Küche, zu Münsterkäse und zu Geflügel mit aromatischer Soße. Süße Gewürztraminer passen zum Dessert.
Welche Trinktemperatur hat Gewürztraminer?
Bei 10 bis 12 Grad. Nimm ihn etwa eine Viertelstunde vor dem Einschenken aus dem Kühlschrank.
Was ist der Unterschied zwischen Gewürztraminer und Muskateller?
Zwei verschiedene Sorten, die oft verwechselt werden, weil beide stark duften. Im direkten Vergleich ist Muskateller schlanker und frischer, Gewürztraminer schwerer und blumiger.
Ist Gewürztraminer süß?
Nicht unbedingt. Er duftet oft süßlich nach Rose und Litschi, schmeckt aber in vielen Fällen trocken. Lieblich und edelsüß gibt es ihn auch, etwa als Spätlese oder Auslese.
