Prunotto

Prunotto

Das Weingut Prunotto hat eine lange und bewegte Geschichte hinter sich. Im Jahr 1904 wurde in Anwesenheit des Notars Giacomo Oddero und eines jungen Zeugen namens Alfredo Prunotto die Genossenschaftskellerei "Ai Vini delle Langhe" gegründet. Die Kellerei hatte eine schwierige Zeit durchgemacht, als 1922 viele Gesellschafter beschlossen, ihre Trauben nicht mehr zu liefern, obwohl der Jahrgang hervorragend war. Die Kellerei geriet in ernsthafte finanzielle Probleme und es kam zur Liquidation. In dieser schwierigen Situation stieß Alfredo Prunotto, der inzwischen bei einer großen Kellerei in Alba arbeitete, auf die Genossenschaftskellerei. Er lernte dort Luigina kennen und lieben, und sie übernahmen 1923 die Genossenschaftskellerei und nannten sie Alfredo Prunotto. Mit ihrer Leidenschaft für den Weinbau und ihrer hohen Qualitätsansprüche wurden sie bald berühmt und begannen, ihre Weine in die ganze Welt zu exportieren.

1956 beschloss Alfredo Prunotto, aus dem Geschäft auszusteigen und überließ das Unternehmen seinem Freund, dem Önologen Beppe Colla. Mit seiner Unterstützung und später der seines Bruders Tino Colla begab sich die Kellerei 1961 auf die Suche nach typischen, qualitativ hochwertigen Anbaugebieten für eine separate Vinifikation der Cru. Einer der ersten unter ihnen war der Barolo Bussia. Im Jahr 1972 entwarf der aus der Langhe stammende Architekt Ugo della Piana den neuen Keller etwas außerhalb von Alba, wo er sich auch heute noch befindet. Selbst dreißig Jahre später faszinieren noch seine beispielhaften Linien und Formen.

1989 übernahm der toskanische Weinerzeuger Antinori das Unternehmen. Antinori kümmerte sich zunächst um den Vertrieb und als 1994 die Brüder Colla ausschieden, auch um die Produktion. Sie behielten das von Alfredo Prunotto so stark gewünschte erstklassige Qualitätsniveau bei. Albiera Antinori, die älteste Tochter des Marchese Piero Antinori, widmete dem Weingut besonderes Augenmerk und hob seine Persönlichkeit noch deutlicher hervor.

Dem Erwerb des Weinbergs von Bussia im Gebiet von Monforte für den Barolo-Anbau folgten in Agliano der Weinberg Costamiole für die Produktion des Barbera d'Asti sowie in Calliano die Studie und Analyse neuer Weinberge wie Albarossa und Syrah. Prunotto besitzt mittlerweile herrliche Weinberge in besten Anbaugebieten sowie eine mit den modernsten Technologien ausgestattete und im Jahr 2000 erweiterte Produktionsstätte, die eine erstklassige Qualität der Weine gewährleistet. Weine, die sich auf nationaler und internationaler Ebene einen Spitzenplatz erkämpft haben.