Nebbiolo Wein
Nebbiolo und Barolo: der Unterschied
Nebbiolo ist die Rebsorte, Barolo ist eine Herkunft. Ein Barolo besteht immer zu hundert Prozent aus Nebbiolo und stammt aus einem fest umrissenen Gebiet in den Langhe südwestlich von Alba. Dasselbe gilt für Barbaresco, nur liegt das Gebiet nordöstlich von Alba. Steht Langhe Nebbiolo oder Nebbiolo d'Alba auf dem Etikett, kommt der Wein aus einer weiter gefassten Zone und darf jünger auf den Markt.
Wie schmeckt Nebbiolo? Aromen und Geschmack
Im Glas ist Nebbiolo eher hell und wird mit den Jahren ziegelrot mit orangem Rand. Die Farbe täuscht: Am Gaumen hat er kräftige Gerbstoffe und eine lebendige Säure. In der Nase zeigen sich Sauerkirsche, getrocknete Rosen und Veilchen, mit dem Alter kommen Teer, Leder, Tabak und Trüffel dazu. Ein junger Barolo wirkt oft streng und braucht einige Jahre, bis er sich öffnet.
Barolo und Barbaresco
Für Barolo gilt eine Mindestreife von 38 Monaten, davon 18 im Holz. Barbaresco darf nach 26 Monaten in den Verkauf, davon mindestens neun im Holz, und ist meist weniger wuchtig. Barolo gibt es bei uns von Cavallotto, Prunotto, Mauro Molino und Giacosa Fratelli, etwa aus den Lagen Bussia, Bricco Boschis und Gallinotto. Barbaresco kommt von Gaja, Prunotto und Giacosa Fratelli. Die Herkunft Barolo erklärt unser Weinlexikon unter Barolo.
Langhe Nebbiolo und Nebbiolo d'Alba
Probierst du Nebbiolo zum ersten Mal, nimm einen Langhe Nebbiolo oder Nebbiolo d'Alba. Die Weine kommen aus derselben Gegend, reifen kürzer und zeigen Frucht und Duft der Sorte ohne die Wucht eines Barolo. Sie kosten auch weniger. Bei uns gibt es etwa die Langhe Nebbiolo von Cavallotto, Mauro Molino und Marco Porello und den Nebbiolo d'Alba von Giacosa Fratelli.
Nebbiolo außerhalb der Langhe
Im Norden des Piemont, wo die Sorte auch Spanna heißt, entstehen Gattinara und Ghemme. In der Lombardei wächst sie im Veltlin unter dem Namen Chiavennasca. Selbst in der Pfalz gibt es Nebbiolo: Emil Bauer baut ihn in Nussdorf an. Mehr Rotwein aus der Region findest du unter Rotwein aus dem Piemont.
Woher hat Nebbiolo seinen Namen?
Die gängige Erklärung führt den Namen auf nebbia zurück, das italienische Wort für Nebel. Die Trauben werden spät gelesen, oft erst im Oktober, wenn morgens Nebel über den Hügeln der Langhe liegt. Mehr zur Sorte steht im Weinlexikon unter Nebbiolo.
Wozu passt Nebbiolo?
Die kräftigen Gerbstoffe brauchen Fett und Eiweiß. Ein Barolo zum Brasato, Rinderschmorbraten in Rotwein, ist der Klassiker im Piemont. Auch Wild, Pasta mit Ragout und Risotto mit Trüffel passen. Öffne einen Barolo eine Stunde vorher und trink ihn bei 16 bis 18 Grad aus einem großen Glas.
Probiert und beraten
Jeden Wein auf dieser Seite haben wir selbst probiert. Welcher zu deinem Essen passt, sagen wir dir gern am Telefon, montags bis freitags von 9 bis 16:30 Uhr unter 07031 463 86 42.
Häufige Fragen zu Nebbiolo
Was ist Nebbiolo?
Eine spät reifende rote Rebsorte aus dem Piemont. Aus ihr entstehen Barolo, Barbaresco, Langhe Nebbiolo und Nebbiolo d'Alba.
Was ist der Unterschied zwischen Nebbiolo und Barolo?
Nebbiolo ist die Rebsorte, Barolo eine Herkunftsbezeichnung. Jeder Barolo ist reiner Nebbiolo, stammt aber aus einem festen Gebiet und reift mindestens 38 Monate.
Aus welcher Traube wird Barolo gemacht?
Aus Nebbiolo, und zwar ausschließlich.
Wie schmeckt Nebbiolo?
Nach Sauerkirsche, Rosen und Veilchen, mit kräftigen Gerbstoffen und frischer Säure. Gereift kommen Teer, Leder und Trüffel dazu.
Was ist Langhe Nebbiolo?
Ein Nebbiolo aus den Langhe, der kürzer reift als Barolo und Barbaresco und früher getrunken werden kann.
Ist Nebbiolo ein schwerer Wein?
Er ist hell in der Farbe, aber kräftig im Gerbstoff. Junger Barolo wirkt deshalb oft streng, Langhe Nebbiolo ist zugänglicher.
Wozu passt Nebbiolo?
Zu Schmorgerichten, Wild, Pasta mit Ragout und Gerichten mit Pilzen oder Trüffel.
Schreibt man Nebbiolo mit einem oder zwei b?
Mit zwei b. Die Schreibweise Nebiolo taucht oft auf, gemeint ist dieselbe Rebsorte.
