Robert Mondavi Weine kaufen
Robert Mondavi: Cabernet Sauvignon aus dem Napa Valley und Weine aus ganz Kalifornien
Robert Mondavi hat 1966 in Oakville die erste bedeutende Kellerei gebaut, die im Napa Valley nach dem Ende der Prohibition entstand. Der Name steht heute auf mehreren Weinlinien, die aus sehr verschiedenen Ecken Kaliforniens kommen: die Gutsweine aus dem Napa Valley und aus Oakville, die Private Selection und Vint von der Central Coast, Woodbridge aus Lodi und die California-Weine wie Twin Oaks.
Bei uns findest du Cabernet Sauvignon aus dem Napa Valley und aus Oakville, Chardonnay, Merlot, Zinfandel und White Zinfandel sowie die Weine, die nach dem Ausbau noch einmal in Bourbon- und Rumfässer kommen.
Napa Valley, Private Selection, Woodbridge: was der Unterschied ist ↓
Robert Mondavi: die Weine, die Herkunft und der Mann dahinter
Oakville im Napa Valley, wo alles anfängt
Die Robert Mondavi Winery steht in Oakville, mitten im Napa Valley. Das Tal ist knapp fünfzig Kilometer lang und an der breitesten Stelle kaum acht Kilometer breit. Auf rund 18.000 Hektar Rebfläche steht dort Cabernet Sauvignon auf gut der Hälfte der Fläche, es folgen Chardonnay und Merlot. Vom Süden her drückt kühle Luft von der San Pablo Bay ins Tal, morgens liegt Nebel über den Weinbergen, tagsüber wird es heiß. Diese Spanne zwischen Tag und Nacht ist der Grund, warum Napa-Cabernet reif schmeckt und trotzdem Struktur behält. Wie das Tal insgesamt funktioniert, steht ausführlich im Magazinartikel zum Napa Valley.
To Kalon, der Weinberg hinter der Winery
Der Weinberg um die Kellerei heißt To Kalon, griechisch für das höchste Schöne. Angelegt hat ihn Hamilton Walker Crabb im Jahr 1868, lange vor Mondavi. Crabb pflanzte dort mehrere hundert Rebsorten und war einer der Ersten, die im Napa Valley überhaupt Cabernet in den Boden setzten. Von seinen Reben steht heute nichts mehr, der Weinberg wird laufend erneuert. Erhalten ist aber der sogenannte I-Block mit Sauvignon-Blanc-Reben aus dem Jahr 1945, eine der ältesten kommerziellen Sauvignon-Blanc-Pflanzungen Nordamerikas. Mondavi baute seine Kellerei direkt an diesen Weinberg, und die Weine mit To Kalon auf dem Etikett sind die Spitze des Hauses.
Cabernet Sauvignon, die Hauptsache
Wer Robert Mondavi sucht, sucht in den allermeisten Fällen Cabernet Sauvignon. Der Napa Valley Cabernet Sauvignon ist der Wein, an dem sich das Haus messen lässt: dunkle Frucht, Cassis, feines Tannin, Ausbau in französischer Eiche. Der Oakville Cabernet Sauvignon kommt eine Stufe enger gefasst aus der Gemeinde selbst und ist straffer. Ganz oben stehen die Reserve-Abfüllungen aus To Kalon, die auch nach Jahren im Keller noch zulegen. Wenn du Cabernet Sauvignon aus anderen Ländern und Preislagen daneben stellen willst, findest du das gesamte Sortiment unter Cabernet Sauvignon.
Napa Valley, Oakville, Reserve: die drei Stufen aus dem Napa Valley
Die Gutsweine folgen einer einfachen Logik, die dir das Etikett verrät. Steht dort nur Napa Valley, stammen die Trauben aus dem gesamten Tal. Steht Oakville darauf, kommen sie aus dieser einen Gemeinde. Reserve und To Kalon Vineyard bezeichnen die Auswahl aus dem Hausweinberg. Je enger die Herkunft, desto konzentrierter der Wein und desto länger die Zeit, die er im Glas und im Keller braucht. Für einen normalen Abend reicht der Napa Valley locker, die Reserve legst du besser noch ein paar Jahre weg.
Private Selection und Vint: die Weine von der Central Coast
Die Private Selection ist die zweite große Linie und kommt nicht aus Napa, sondern überwiegend von der Central Coast, vor allem aus Monterey County. Sie ist bewusst zugänglicher gebaut: mehr Frucht nach vorn, weicheres Tannin, sofort trinkbar. Seit einiger Zeit steht bei vielen Abfüllungen zusätzlich Vint auf dem Etikett. Das ist keine neue Linie, sondern derselbe Wein unter erweitertem Namen. Wer nach Vint Chardonnay oder Vint Cabernet Sauvignon sucht, meint die Private Selection.
Bourbon Barrel Aged und Rum Barrel Aged
Die auffälligsten Weine der Private Selection sind die, die nach dem normalen Ausbau noch einmal umziehen. Der fertige Wein kommt für einige Monate in ausgediente Spirituosenfässer, beim Cabernet Sauvignon in Bourbonfässer, beim Merlot in Rumfässer. Dabei wird mit unterschiedlich oft belegten Fässern gearbeitet, damit die Note nicht erschlägt. Im Glas erkennst du das sofort: der Bourbon Barrel Aged Cabernet Sauvignon bringt Vanille, Kaffee und Brombeere mit, der Rum Barrel Aged Merlot geht Richtung Kokos, Melasse und eingekochte Pflaume. Beides sind trockene Weine, sie wirken durch die Aromatik nur süßer, als sie sind. Wer klassischen Rotwein will, ist mit dem Napa Valley Cabernet besser bedient. Wer etwas sucht, das zu Spareribs, Pulled Pork oder Schokoladendessert passt, greift hier zu.
Woodbridge aus Lodi
Woodbridge by Robert Mondavi ist die Einstiegslinie und stammt aus Lodi im kalifornischen Central Valley, jener Gegend, in der die Familie Mondavi in den 1920er Jahren angekommen ist. Lodi ist wärmer als Napa und die Heimat vieler alter Zinfandel-Stöcke. Entsprechend schmecken die Weine: rund, fruchtig, ohne Kanten. Der Zinfandel und der White Zinfandel aus dieser Linie sind die bekanntesten Vertreter.
Twin Oaks und die California-Weine
Unter Twin Oaks und unter der schlichten Herkunftsangabe California laufen Weine, deren Trauben aus mehreren Regionen des Bundesstaats zusammenkommen. Der Twin Oaks Cabernet Sauvignon zeigt Cassis, Kirsche, Vanille und Kakao bei weichem Tannin, daneben gibt es Chardonnay und Sauvignon Blanc unter demselben Namen. Diese Weine sind für den Alltag gebaut und nicht für den Keller.
Chardonnay bei Robert Mondavi
Chardonnay ist nach Cabernet Sauvignon die zweitwichtigste Sorte im Napa Valley und auch bei Mondavi die meistgesuchte weiße Sorte. Der Stil ist kalifornisch, aber nicht überladen: gelbe Frucht, etwas Butter und Vanille aus dem Holz, dazu Säure, die den Wein trägt. Der California Chardonnay und der Chardonnay aus der Private Selection sind die unkomplizierten Einstiege, die Napa-Abfüllungen haben mehr Tiefe. Andere Herkünfte derselben Sorte findest du unter Chardonnay.
Merlot, Zinfandel und White Zinfandel
Neben Cabernet Sauvignon führt Mondavi mit Merlot die weichere Bordeaux-Sorte, die weniger Tannin mitbringt und früher trinkreif ist. Zinfandel ist die kalifornische Spezialität schlechthin, dunkelfruchtig, würzig und mit spürbarer Wärme. Der White Zinfandel ist trotz des Namens kein Weißwein, sondern ein hellrosa Wein aus derselben roten Traube, fruchtig und mit etwas Restsüße. Wenn du das lieber breiter durchsehen willst, hilft die Kategorie Roséwein.
Fumé Blanc, der Name, den er erfunden hat
Sauvignon Blanc galt in Kalifornien lange als unverkäuflich. Mondavi baute die Sorte trocken aus, legte sie ins Eichenfass und gab ihr 1968 den Namen Fumé Blanc, abgeleitet vom französischen Pouilly-Fumé. Schützen ließ er den Begriff nicht, deshalb nutzen ihn heute viele Erzeuger. Ein Fumé Blanc schmeckt nach Stachelbeere und Zitrus wie ein Sauvignon Blanc, dazu kommen Rauch, Toast und eine cremigere Textur aus dem Holz. Rechtlich sind die beiden Bezeichnungen in den USA gleichbedeutend, eine Vorschrift zum Fassausbau gibt es nicht. Die Sorte insgesamt findest du unter Sauvignon Blanc.
Robert Mondavi, der Mann
Geboren wurde er 1913 in Virginia im US-Bundesstaat Minnesota, als Sohn von Cesare und Rosa Mondavi, die aus der Region Marken nach Amerika ausgewandert waren. Anfang der 1920er Jahre zog die Familie nach Lodi. Der Vater verschiffte von dort Trauben an die Ostküste, wo Privathaushalte während der Prohibition legal ihren eigenen Wein keltern durften. Robert studierte in Stanford Wirtschaftswissenschaften, nicht Önologie. Nach dem Abschluss stieg er in den Familienbetrieb ein, der 1943 die Kellerei Charles Krug im Napa Valley kaufte. Dort arbeitete er als Geschäftsführer, sein Bruder Peter als Kellermeister. 1965 zerbrach das Verhältnis der beiden, Robert musste gehen. Ein Jahr später gründete er mit über fünfzig Jahren seine eigene Kellerei. Er starb 2008 im Alter von 94 Jahren.
Was er für Kalifornien verändert hat
Mondavi gehörte zu den Wegbereitern moderner Kellertechnik in Kalifornien: Kaltvergärung, Edelstahltanks, kleine Barriques aus französischer Eiche, Blindverkostungen als Arbeitsmittel. Genauso wichtig war, was er außerhalb des Kellers tat. Er machte aus einer Kellerei einen Ort, an den Leute fahren, mit Konzerten, Küche und Führungen, und er trat als Botschafter für kalifornischen Wein in Europa auf, als das noch niemand tat. Der Universität Davis stiftete er die Mittel für ein eigenes Institut für Wein- und Lebensmittelwissenschaft. Sein Satz, ein Wein müsse Boden, Klima und die Hand der Menschen zeigen, die ihn machen, steht bis heute über dem Haus. Mehr zum Weinbau des Bundesstaats steht im Lexikoneintrag Kalifornien.
Opus One, Seña und Luce: die Partnerschaften
Mondavi suchte früh Partner im Ausland. Mit Baron Philippe de Rothschild von Château Mouton Rothschild entstand in Oakville Opus One, mit dem ersten Jahrgang 1979. Opus One ist heute eine eigenständig geführte Kellerei mit eigenen Weinbergen und kein Wein der Robert Mondavi Winery. In Chile ging Mondavi mit Eduardo Chadwick von Viña Errázuriz das Projekt Seña im Aconcagua Valley ein, das inzwischen vollständig der Familie Chadwick gehört. In der Toskana entstand mit Vittorio Frescobaldi in Montalcino Luce, ebenfalls längst in alleiniger Hand des italienischen Partners. Die drei Namen zeigen, wie weit der Einfluss reichte.
Was zu den Weinen passt
Napa-Cabernet ist ein Fleischwein: Rinderfilet, Entrecôte, Lammrücken, Schmorbraten, gern vom Grill und mit Röstaromen. Serviere ihn bei 17 bis 18 Grad und dekantiere die Reserve eine Stunde vorher. Der Merlot verträgt auch Geflügel und Pasta mit kräftiger Sauce. Der Chardonnay passt zu Geflügel, Schwein, Kalb und allem, was mit Sahne oder Butter gearbeitet ist, bei 11 bis 12 Grad. Zinfandel und die Barrel-Aged-Weine spielen ihre Stärke bei Barbecue aus, also Ribs, Burger und alles mit süßlicher Sauce. Den White Zinfandel trinkst du gut gekühlt bei 8 bis 10 Grad, zu asiatischem Essen oder einfach für sich.
Robert Mondavi bei genuss7
Wir führen die Weine über alle Linien hinweg, vom Woodbridge aus Lodi bis zum Cabernet Sauvignon Reserve aus To Kalon. Wenn du dich zwischen zwei Flaschen nicht entscheiden kannst, ruf uns an oder schreib uns, wir sagen dir, welche zu deinem Essen passt. Der Versand geht temperaturgeschützt raus, größere Bestellungen kommen im Weinkarton.
Häufige Fragen zu Robert Mondavi
Wo kommen die Weine von Robert Mondavi her?
Aus Kalifornien, aber nicht alle aus derselben Ecke. Die Gutsweine mit Napa Valley, Oakville, Reserve oder To Kalon auf dem Etikett stammen aus dem Napa Valley rund um die Kellerei in Oakville. Die Private Selection und Vint kommen überwiegend von der Central Coast, vor allem aus Monterey County. Woodbridge stammt aus Lodi im Central Valley. Twin Oaks und die Weine mit der Angabe California führen Trauben aus mehreren Regionen zusammen.
Was ist der Unterschied zwischen Robert Mondavi Napa Valley und Private Selection?
Die Herkunft und damit der Stil. Der Napa Valley Cabernet Sauvignon kommt aus dem Napa Valley, hat mehr Struktur, mehr Tannin und Reifepotenzial. Die Private Selection kommt von der Central Coast, ist fruchtbetonter, weicher und sofort trinkbar. Beide sind trocken, sie zielen nur auf verschiedene Gelegenheiten.
Was bedeutet Vint by Robert Mondavi?
Vint ist kein eigener Wein, sondern eine Erweiterung des Namens der Private Selection. Auf dem Etikett steht dann Vint by Robert Mondavi Private Selection. Wenn du nach Vint Chardonnay oder Vint Cabernet Sauvignon suchst, landest du bei derselben Linie.
Was heißt Bourbon Barrel Aged bei Wein?
Der Wein wird zunächst ganz normal ausgebaut und kommt danach für einige Monate in Fässer, in denen zuvor Bourbon lag. Aus dem Holz nimmt er Vanille, Karamell und Röstnoten auf. Beim Rum Barrel Aged Merlot geschieht dasselbe mit Rumfässern, dort kommen Kokos und Melasse dazu. Der Wein bleibt trocken, er schmeckt durch die Aromen nur voller und süßlicher.
Gehört Woodbridge zu Robert Mondavi?
Ja, Woodbridge by Robert Mondavi ist die Einstiegslinie und trägt den Namen zu Recht. Sie kommt aus Lodi, nicht aus dem Napa Valley, und ist auf unkomplizierten, fruchtigen Genuss ausgelegt. Mit den Napa-Gutsweinen hat sie den Namen gemeinsam, nicht die Herkunft.
Sind die Weine von Robert Mondavi trocken?
Die Rotweine und die Chardonnays sind trocken ausgebaut, auch die Barrel-Aged-Weine. Eine Ausnahme ist der White Zinfandel, ein hellrosa Wein mit spürbarer Restsüße. Was für die einzelne Flasche gilt, steht jeweils in der Produktbeschreibung.
Was ist Fumé Blanc?
Trocken ausgebauter Sauvignon Blanc, der im Eichenfass gereift ist. Den Namen prägte Robert Mondavi 1968 nach dem Vorbild von Pouilly-Fumé an der Loire. In den USA sind Fumé Blanc und Sauvignon Blanc rechtlich dasselbe, es gibt keine vorgeschriebene Machart. Typisch sind Stachelbeere und Zitrus, dazu Rauch, Toast und eine cremige Textur.
Gehört Opus One zu Robert Mondavi?
Opus One entstand als gemeinsames Projekt von Robert Mondavi und Baron Philippe de Rothschild in Oakville, mit dem ersten Jahrgang 1979. Heute ist es eine eigenständig geführte Kellerei mit eigenem Weingut und eigener Mannschaft und kein Wein der Robert Mondavi Winery.
Welcher Robert Mondavi passt zu welchem Anlass?
Für einen normalen Abend mit Pasta oder Burger reichen Woodbridge, Twin Oaks oder ein California-Wein. Wenn Steak oder Lamm auf den Tisch kommt und Gäste da sind, nimm den Napa Valley Cabernet Sauvignon. Für den besonderen Anlass oder zum Weglegen gibt es Oakville und die Reserve aus To Kalon. Wer etwas Ungewöhnliches zum Grillabend sucht, greift zum Bourbon oder Rum Barrel Aged.
