Lambrusco Wein aus der Emilia-Romagna

Lambrusco: perlender Rotwein aus Modena und Reggio Emilia
Lambrusco ist ein leicht schäumender Rotwein aus der Emilia-Romagna, frisch und fruchtig mit Noten von Kirsche und dunklen Beeren. Bei uns bekommst du ihn trocken, halbtrocken, lieblich und süß. Dazu gibt es einen weißen Lambrusco und einen Spumante Brut.
7 Artikel
Was ist Lambrusco?
Lambrusco ist der Name einer Gruppe roter Rebsorten und zugleich der Weine daraus. Fast immer ist er ein Rotwein mit Kohlensäure, meist leicht perlend als Frizzante. Er kommt aus der Emilia-Romagna rund um Modena und Reggio Emilia, ein kleiner Teil aus der Lombardei. Der Name geht auf die wilde Rebe zurück, die schon römische Autoren als Lambrusca beschrieben.
Woher kommt Lambrusco?
Die Heimat liegt in der Po-Ebene und den Hügeln südlich davon. Die bekanntesten Herkunftsbezeichnungen sind Lambrusco di Sorbara und Lambrusco Salamino di Santa Croce aus der Ebene um Modena, Lambrusco Grasparossa di Castelvetro aus den Hügeln südlich der Stadt und Reggiano aus der Provinz Reggio Emilia. Reggiano ist die mengenmäßig größte Zone. Jenseits der Grenze zur Lombardei, südlich von Mantua, wächst der Lambrusco Mantovano.
Lambrusco Rebsorten: Grasparossa, Salamino und Sorbara
Die drei wichtigsten Sorten schmecken deutlich verschieden. Grasparossa ergibt die dunkelsten Weine mit dem meisten Gerbstoff. Bei uns gibt es ihn im Cantina Puianello Lambrusco Grasparossa DOC, dunkelbeerig und erdig. Salamino ist die am weitesten verbreitete Sorte, ihre Trauben erinnern an eine kleine Salami. Sorbara ist hell, fast rosé, mit viel Säure und feinem Duft. Weitere Sorten wie Marani und Maestri kommen meist in Cuvées. Mehr zu den Spielarten steht im Weinlexikon unter Lambrusco.
Wie wird Lambrusco hergestellt?
Die meisten Lambrusco gären ein zweites Mal im geschlossenen Drucktank. Dabei bleibt die Kohlensäure im Wein, das Verfahren heißt Charmat oder Martinotti. Einige Erzeuger lassen den Wein in der Flasche nachgären, wie beim Champagner oder nach alter Bauernart. Für süße Weine wird die Gärung früh gestoppt, so bleibt ein Teil des Traubenzuckers im Wein. Leicht perlende Weine heißen Frizzante. Wie sich ein Frizzante von Spumante und Sekt unterscheidet, erklärt das Weinlexikon unter Frizzante. Kräftiger schäumt ein Spumante wie der Venturini Baldini Rubino del Cerro Reggiano Lambrusco Spumante Brut DOP. Weitere Weine mit Kohlensäure findest du unter Schaumwein.
Lambrusco trocken, halbtrocken oder lieblich
Alle großen Lambrusco-Zonen erlauben vier Geschmacksstufen. Auf dem Etikett stehen sie meist auf Italienisch: Secco heißt trocken, Semisecco halbtrocken, Amabile lieblich, Dolce süß. Bei Spumante steht oft Brut, das ist ebenfalls trocken. Lange war Lambrusco vor allem als süßer Massenwein bekannt. Zum Essen empfehlen wir dir den trockenen.
Für trockenen Lambrusco steht der Medici Ermete Concerto Lambrusco Reggiano Secco aus Salamino-Trauben. Etwas Restsüße hat der Venturini Baldini Montelocco Rosso Emilia Lambrusco Frizzante Semisecco IGP. Noch eine Stufe süßer sind der Cantina Puianello Lambrusco Primabolla Amabile DOC und der Medici Ermete I Quercioli Lambrusco Dolce.
Wie schmeckt Lambrusco?
Im Glas ist er je nach Sorte hell kirschrot bis tief purpurn, oft mit violettem Schaum. In der Nase zeigt er Sauerkirsche, Brombeere und Blaubeere, manchmal Veilchen. Am Gaumen wirkt er frisch, weil Säure und Kohlensäure zusammenkommen. Trockene Lambrusco haben meist 10,5 bis 12 Prozent Alkohol, süße oft deutlich weniger. Geschmacklich zeigen trockene eher Waldbeeren und Kräuter, süße Erdbeere und Mandel.
Weißer Lambrusco und Rosé
Lambrusco gibt es auch in Weiß und Rosé. Dafür werden die dunklen Trauben schnell abgepresst, damit die Schalen kaum Farbe an den Most abgeben. Der Cantina Puianello Lambrusco Bianco Amabile IGP ist ein feinperliger, lieblicher Weißer mit Noten von Apfel, Birne und Johannisbeere.
Wie trinkt man Lambrusco: kalt oder warm?
Kalt, aber nicht eiskalt. Helle Lambrusco wie Sorbara, Rosé und weiße Weine schmecken bei etwa 10 Grad am besten. Dunkle mit mehr Gerbstoff, etwa ein Grasparossa, dürfen mit rund 14 Grad ins Glas. Lambrusco trinkt man jung, er wird nicht über Jahre gelagert. Eine geöffnete Flasche verliert schnell ihre Kohlensäure. Verschließ sie mit einem Sektverschluss und trink sie in ein bis zwei Tagen.
Wozu passt Lambrusco?
In der Emilia steht er zu fast jedem Essen auf dem Tisch. Säure und Kohlensäure passen gut zu fettem Essen: Mortadella, Parmaschinken und Gnocco fritto, Tortellini in Brühe oder Lasagne. Ein trockener Lambrusco schmeckt auch zu Pizza und Bratwurst vom Grill. Den süßen Dolce trinkst du am besten zum Dessert oder solo. Weitere Rotweine aus dem Land findest du unter Rotwein aus Italien.
Probiert und beraten
Jeden Lambrusco auf dieser Seite haben wir selbst probiert, vom süßen Dolce bis zum Spumante Brut. Welcher zu deinem Essen passt, sagen wir dir gern am Telefon, montags bis freitags von 9 bis 16:30 Uhr unter 07031 463 86 42.
Häufige Fragen zu Lambrusco
Was ist Lambrusco für ein Wein?
Ein meist leicht perlender Rotwein aus Norditalien, gekeltert aus verschiedenen Lambrusco-Sorten. Es gibt ihn auch als Rosé und Weißwein.
Ist Lambrusco ein Rotwein?
Ja, in den allermeisten Fällen. Die Trauben sind dunkel, weiße Lambrusco entstehen nur, wenn die Schalen schnell abgetrennt werden.
Ist Lambrusco süß?
Nicht immer. Viele Lambrusco sind trocken oder halbtrocken, nur ein Teil ist lieblich oder süß. Welche Stufe du vor dir hast, verrät das italienische Wort auf dem Etikett.
Wie viel Alkohol hat Lambrusco?
Trockene liegen meist zwischen 10,5 und 12 Prozent. Süße haben oft weniger, weil ein Teil des Zuckers nicht vergoren wird.
Wie schmeckt Lambrusco?
Fruchtig nach Kirsche und dunklen Beeren, frisch und prickelnd. Trockene Weine zeigen etwas Gerbstoff, süße wirken saftig.
Trinkt man Lambrusco kalt oder warm?
Gekühlt. Helle und süße Weine um 10 Grad, dunkle trockene um 14 Grad.
Woher kommt Lambrusco?
Aus der Emilia-Romagna, vor allem aus den Provinzen Modena und Reggio Emilia. Dazu kommt der Lambrusco Mantovano aus der Lombardei.
Welcher Lambrusco ist gut?
Achte auf die Herkunft auf dem Etikett, etwa Grasparossa di Castelvetro, Sorbara oder Reggiano, und auf die passende Geschmacksstufe. Zu Pasta und Wurst greifst du eher zum Secco, zum Dessert zum Dolce.
Wie lange ist Lambrusco haltbar?
Er ist nicht zum Lagern gemacht, trink ihn also möglichst bald nach dem Kauf. Geöffnet hält er mit gutem Verschluss ein bis zwei Tage.
