Cabernet Sauvignon Wein kaufen

Rotwein aus Cabernet Sauvignon: Cassis, Zedernholz und festes Tannin
Cabernet Sauvignon ist die meistangebaute Rebsorte für Wein, und sie schmeckt fast überall erkennbar nach schwarzer Johannisbeere. Dazu kommt ein festes Tannin, das den Wein trägt und ihn über Jahre halten lässt. Bei uns findest du sie aus Bordeaux, Kalifornien, Chile, Südafrika und Australien, sortenrein und als Cuvée.
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Cabernet Sauvignon: Rebsorte, Herkunft und Geschmack
Wie Cabernet Sauvignon schmeckt
Das eine Aroma, das die Sorte über alle Anbaugebiete hinweg mitnimmt, ist schwarze Johannisbeere. Dazu kommen Brombeere, dunkle Kirsche und je nach Reifegrad ein Zug ins Würzige: Lorbeer, Minze, schwarzer Pfeffer. Im Antrunk steht das Tannin vorn, fest und griffig, aber nicht scharf. Aus dem Holzfass kommen Zeder, Zigarrenkiste und Vanille dazu. Mit den Jahren treten Leder, Waldboden und Trüffel an die Stelle der frischen Frucht.
Woher Tannin, Farbe und Lagerfähigkeit kommen
Die Beeren sind klein, die Haut ist dick, der Kernanteil ist hoch. Auf wenig Saft kommt also viel Schale und viel Kern, und genau dort sitzen Farbstoff und Gerbstoff. Das erklärt die tiefe Farbe, das feste Tannin und die Lagerfähigkeit in einem einzigen Satz. Die dicke Haut hat einen zweiten Vorteil: Die Trauben faulen selten und platzen kaum, auch in nassen Herbsten. Was Gerbstoff im Mund macht, steht ausführlich im Weinlexikon unter Tannin.
Grüne Paprika: ein Reifethema, kein Sortenfehler
Manche dieser Weine riechen nach grüner Paprika. Verantwortlich ist ein Stoff in der Beerenhaut, der sich vor der Reifephase bildet und danach wieder abgebaut wird. Licht in der Traubenzone beschleunigt den Abbau, üppiges Laub und hohe Erträge bremsen ihn. Kühle Jahrgänge und schattige Anlagen behalten die Note deshalb, warme Jahre und offen gehaltene Laubwände verlieren sie. Ein Qualitätszeichen ist sie nicht, ein Fehler aber genauso wenig.
Trocken, halbtrocken oder lieblich
Die Sorte wird nahezu überall trocken ausgebaut. Trocken heißt nach EU-Recht bis 4 Gramm Restzucker je Liter, bei entsprechend hoher Säure bis 9 Gramm. Halbtrocken reicht bis 12 Gramm, und weil dort ein größerer Abstand zur Säure erlaubt ist, in Einzelfällen bis 18. Ab 45 Gramm gilt ein Wein als süß. Wenn du es weicher magst, findest du bei den halbtrockenen Rotweinen mehr Auswahl; wer strikt trocken sucht, geht zu den trockenen Weinen.
Herkunft: Cabernet Franc trifft Sauvignon Blanc
Die Sorte ist im Südwesten Frankreichs entstanden, im 17. Jahrhundert, und zwar ohne Zutun eines Züchters: Cabernet Franc und Sauvignon Blanc haben sich spontan gekreuzt. Nachgewiesen hat das eine DNA-Analyse an der University of California in Davis. Ab dem 18. Jahrhundert wurde die Rebe im Médoc gezielt angebaut, zuerst auf Château Mouton und Château d'Armailhac in Pauillac. Die oft zitierte Erstnennung durch Kardinal Richelieu bezog sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Cabernet Franc, nicht auf Cabernet Sauvignon.
Bordeaux und das linke Ufer
Am linken Ufer der Gironde liegen Kiesböden. Kies drainiert, speichert tagsüber Wärme und zwingt die Wurzeln in die Tiefe, und genau das braucht eine spät reifende Sorte im atlantischen Klima. Deshalb führt Cabernet Sauvignon in den Cuvées von Médoc, Haut-Médoc, Pauillac, Saint-Estèphe, Saint-Julien und Margaux, ergänzt um Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot. Am rechten Ufer, auf Ton und Kalk, dreht sich das Verhältnis um, dort führt Merlot. Eine Regel ist das trotzdem nicht: In Listrac und Moulis liegt der Merlot auch links vorn. Unsere Bordeaux-Weine zeigen die Bandbreite.
Kalifornien und das Napa Valley
In Kalifornien ist Cabernet Sauvignon die wichtigste rote Sorte, rund 36.000 Hektar. Im Napa Valley steht sie sogar auf gut der Hälfte der Rebfläche. Der Stil ist reifer als in Bordeaux: dichte dunkle Frucht, weicheres Tannin, deutlich spürbares Holz. Bekannt wurde die Region durch eine Pariser Blindverkostung, bei der ein Napa Cabernet vor vier Bordeaux-Klassikern vom linken Ufer landete. Was bei uns aus Kalifornien und Washington State kommt, steht bei Cabernet Sauvignon aus den USA.
Chile und Argentinien
In Chile ist Cabernet Sauvignon die meistangebaute Rebsorte überhaupt. Die Kernzonen liegen nicht an der kühlen Küste, sondern in den warmen Binnentälern: Alto Maipo bei Santiago, dazu Colchagua, Cachapoal und Maule. Weil Atacama, Anden und Pazifik das Land abschirmen, ist die Reblaus nie angekommen, und ein großer Teil der Reben steht wurzelecht. In Argentinien steht die Sorte auf Rang vier und oft der Partner von Malbec. Beide Länder findest du bei den Rotweinen aus Südamerika.
Südafrika und Stellenbosch
Am Kap ist sie die meistgepflanzte rote Sorte und belegt rund ein Zehntel der gesamten Rebfläche. Das Zentrum ist Stellenbosch mit rund 2.350 Hektar, mehr als jede andere rote Sorte im Distrikt. Stilistisch liegen die Weine zwischen Bordeaux und Napa: dunkle Frucht, festes Tannin, dazu häufig eine rauchige Note, die an Tabak erinnert. Mehr davon steht bei Rotwein aus Südafrika.
Australien: Coonawarra, Margaret River und die Minznote
Zwei Regionen führen. Coonawarra in South Australia liegt auf einem Streifen roter Erde über Kalkstein, rund 27 Kilometer lang, zwei Kilometer breit und keinen halben Meter tief. Margaret River im Westen ist maritim geprägt und steht stilistisch näher an Bordeaux. Die Minz- und Eukalyptusnote vieler australischer Weine ist übrigens keine Einbildung: Der Aromastoff dahinter stammt aus Eukalyptusbäumen, lagert sich an der Beerenhaut an und geht bei der Maischegärung in den Wein über. Je näher die Reben an den Bäumen stehen, desto deutlicher wird sie.
Italien, Spanien und der Rest Europas
In Bolgheri, wenige Kilometer vom Tyrrhenischen Meer, stehen die berühmtesten italienischen Vertreter der Sorte, meist zusammen mit Cabernet Franc. Weiter im Landesinneren ist die Sorte der Zugabepartner von Sangiovese, der Säure und Kirschfrucht mitbringt und vom Cabernet Farbe und Struktur bekommt; wie das schmeckt, zeigen unsere Weine aus Chianti und der Toskana. In Spanien liegt die Fläche bei knapp 18.000 Hektar, vor allem in Katalonien und Kastilien, oft an der Seite von Tempranillo. Dazu kommen Südfrankreich, Bulgarien, Moldawien und Israel.
Cabernet Sauvignon aus Deutschland
In Deutschland stehen gut 500 Hektar Cabernet Sauvignon, vor allem in der Pfalz und in Rheinhessen, und die Fläche wächst, während die Rotweinfläche insgesamt zurückgeht. Meist landet die Sorte im Verschnitt, weil sie hier nur in warmen Lagen sicher ausreift. Vorsicht bei den Namensvettern: Cabernet Dorsa und Cabernet Mitos, beide in Weinsberg gezüchtet und je rund 250 Hektar stark, haben laut DNA-Analyse gar keinen Cabernet Sauvignon in der Abstammung, auch wenn das in vielen Beschreibungen anders steht. Echte Nachkommen sind die pilzwiderstandsfähigen Sorten Cabernet Cortis und Cabernet Blanc, letztere eine weiße Sorte aus einem roten Elternteil.
Cuvées: mit wem Cabernet Sauvignon zusammengeht
Cabernet Sauvignon hat eine Lücke zwischen Antrunk und Abgang, und genau deshalb wird er so oft verschnitten. Merlot füllt die Mitte mit runder, weicher Frucht und macht den Wein früher trinkbar. Cabernet Franc bringt Duft und feineres Tannin, Petit Verdot Farbe und Würze, Malbec dunkle Beere. In Australien übernimmt Shiraz diese Rolle, in Süditalien steht er neben Primitivo und Negroamaro. Fürs Etikett gilt: Steht eine Sorte drauf, müssen mindestens 85 Prozent davon drin sein. Stehen mehrere drauf, müssen sie zusammen alles ausmachen und nach Anteil geordnet sein.
Barrique: was das Holz beiträgt
Kaum ein gehobener Wein dieser Sorte kommt ohne Holz aus. Französische Eiche gibt wenig Aroma und viel Struktur ab, amerikanische Eiche deutlich mehr Kokos, Vanille und Dill. Neue Fässer geben am meisten weiter, gebrauchte fast nur noch Sauerstoff, der die Gerbstoffe über die Monate weicher macht. Ein bis zwei Jahre im Fass sind üblich, verbindlich ist das nicht. Zu viel Holz erkennst du daran, dass die Frucht dahinter verschwindet und nur noch Toast und Vanille übrig bleiben.
Rosé und Blanc de Noirs aus Cabernet Sauvignon
Das Fruchtfleisch ist hell, der Farbstoff sitzt allein in der Schale. Wer die Maische sofort presst, bekommt einen Blanc de Noirs, also einen weißen Wein aus roter Traube. Lässt der Winzer die Schalen ein paar Stunden ziehen, wird ein Rosé daraus. Zieht er nach kurzer Standzeit einen Teil des Mostes ab, heißt das Saignée und verdichtet zugleich den Rotwein, der im Tank bleibt. Cabernet-Rosé schmeckt herber und kräuteriger als Rosé aus Merlot oder Grenache.
Was dazu passt, servieren und lagern
Tannin und Eiweiß arbeiten zusammen: Die Gerbstoffe binden an das Protein im Essen statt an die Proteine im Speichel, und dadurch wirkt der Wein weicher und fruchtiger. Deshalb passt er zu Rind, zu Lamm mit Rosmarin, zu Wild und zu gereiftem Hartkäse, und Röstaromen vom Grill treffen den Holzausbau. Zu Fisch, zu sehr scharfen Gerichten und zu Süßspeisen passt er nicht. Schenk ihn bei 16 bis 18 Grad aus, nimm ein großes Glas, und gib jungen, tanninstarken Flaschen eine Stunde in der Karaffe. Gelagert wird liegend, dunkel und kühl.
Rotwein aus Cabernet Sauvignon (Dieses Bild wurde mit Liebe und KI gestaltet.)
Cabernet Sauvignon bei genuss7
Wir führen Cabernet Sauvignon aus Bordeaux, Kalifornien, Chile, Argentinien, Südafrika, Australien, Italien und Spanien, sortenrein und als Cuvée, von der Alltagsflasche bis zu gereiften Weinen aus klassifizierten Gütern. Wenn du dich lieber quer durch alle roten Sorten arbeiten willst, ist der Rotwein-Bereich der Einstieg. Die Rebsorte selbst ist im Weinlexikon beschrieben.
Häufige Fragen zu Cabernet Sauvignon
Wie schmeckt Cabernet Sauvignon?
Nach schwarzer Johannisbeere, dazu Brombeere und dunkle Kirsche. Das Tannin ist fest und griffig, der Wein wirkt eher herb als weich. Aus dem Holzfass kommen Zeder, Tabak und Vanille dazu, mit den Jahren Leder und Waldboden.
Ist Cabernet Sauvignon trocken oder lieblich?
In aller Regel trocken. Trocken heißt bis 4 Gramm Restzucker je Liter, bei hoher Säure bis 9 Gramm. Halbtrockene Flaschen gibt es vereinzelt, liebliche so gut wie nicht.
Was ist Cabernet Sauvignon und woher kommt er?
Eine rote Rebsorte aus dem Südwesten Frankreichs, entstanden aus einer spontanen Kreuzung von Cabernet Franc und Sauvignon Blanc. Heute ist sie mit rund 340.000 Hektar die meistangebaute Rebsorte für Wein.
Was ist der Unterschied zwischen Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc?
Cabernet Franc ist der Elternteil. Er reift früher, hat weniger Tannin und riecht floraler und würziger, oft nach Veilchen und Paprika. Cabernet Sauvignon ist dunkler, fester im Tannin und länger haltbar.
Was ist der Unterschied zwischen Cabernet Sauvignon und Merlot?
Merlot reift früher, hat weichere Gerbstoffe und mehr Pflaume und Kirsche. Cabernet Sauvignon ist herber, dunkler und braucht länger. Genau deshalb ergänzen sich die beiden im Verschnitt so gut.
Wie lange kann man Cabernet Sauvignon lagern?
Einfache Weine trinkst du in den ersten zwei bis fünf Jahren. Flaschen mit Holzausbau halten meist fünf bis zehn Jahre, Spitzengewächse aus Bordeaux, Napa oder der Toskana deutlich länger. Lagere liegend, dunkel und bei 10 bis 12 Grad.
Wozu passt Cabernet Sauvignon?
Zu Rind und Lamm, zu Wild und zu gereiftem Hartkäse. Das Eiweiß im Essen fängt das Tannin ab, dadurch wirkt der Wein weicher. Zu Fisch, zu sehr scharfen Gerichten und zu Süßspeisen passt er nicht.
Gibt es Cabernet Sauvignon auch als Rosé?
Ja. Das Fruchtfleisch ist hell, der Farbstoff sitzt in der Schale. Presst man sofort, entsteht ein Blanc de Noirs, lässt man die Schalen kurz ziehen, ein Rosé. Beide schmecken herber und kräuteriger als Rosé aus Merlot.
