M. Chapoutier Weine kaufen

M. Chapoutier

Chapoutier aus Tain-l'Hermitage: Syrah und Grenache von der Rhône

Das Haus Chapoutier hat seinen Keller am Fuß des Hermitage-Hügels und geht auf das Jahr 1808 zurück. Seit 1990 führt es Michel Chapoutier, der ein Jahr später mit biodynamischem Weinbau begann, und seit 1996 trägt jedes Etikett zusätzlich Brailleschrift. Von der nördlichen Rhône kommen reinsortige Syrah-Weine wie der Crozes-Hermitage Les Meysonniers und der Cornas Les Arènes, aus dem Süden Cuvées auf Grenache-Basis bis zum Châteauneuf-du-Pape La Bernardine.

Wer ist Michel Chapoutier? ↓

M. Chapoutier: das Haus in Tain-l'Hermitage und seine Weine

Von Calvet et Compagnie zu M. Chapoutier

Gegründet wurde das Handelshaus 1808 als Calvet et Compagnie in der Rue de l'Hermitage in Tain. Die Familie Chapoutier kam 1897 dazu, als sich Marius Chapoutier mit dem damaligen Inhaber Rodolphe Delépine zusammentat. Marius ließ 1929 die Kellerei am Fuß des Hermitage-Hügels bauen, sein Sohn Marc gab dem Haus 1955 den Namen M. Chapoutier. Weinberge besitzt die Familie heute unter anderem an der Rhône, im Roussillon, in Australien und in Portugal.

Michel Chapoutier und die Biodynamie

Michel Chapoutier übernahm die Leitung 1990, da war er 26. Ein Jahr später begann er, die eigenen Weinberge nach den Grundsätzen der Biodynamie zu bewirtschaften, die auf Rudolf Steiner zurückgehen. Chemische Pestizide und Herbizide sind dabei tabu. Der Boden bekommt organisches Material, damit das Bodenleben arbeitet, und für Rebschnitt und Lese achtet das Team auf den Lauf von Sonne und Mond. Inzwischen arbeiten auch seine Kinder Mathilde und Maxime im Haus, an der Seite von Michel und seiner Frau Corinne.

Warum auf den Chapoutier-Etiketten Braille steht

Seit 1996 druckt Chapoutier Brailleschrift auf die Etiketten. Blinde und sehbehinderte Menschen ertasten so Name, Appellation, Jahrgang und Farbe des Weins. Die Verbindung führt auf den Hermitage-Hügel: Dort besaß die Familie Monier de la Sizeranne eine Parzelle, die die Chapoutiers Anfang des 20. Jahrhunderts kauften. Maurice Monier de la Sizeranne war als Kind erblindet. Er entwickelte 1882 eine Kurzschrift der Brailleschrift und gründete 1889 die Association Valentin Haüy, die sich bis heute für sehbehinderte Menschen einsetzt.

Syrah von der nördlichen Rhône

Der Les Meysonniers stammt von den Schwemmlandterrassen im Süden von Crozes-Hermitage, bei Mercurol, Pont-de-l'Isère und Beaumont-Monteux, wo Rhône und Isère ihre Ablagerungen hinterlassen haben. Er reift rund ein Jahr, fast ganz in Betontanks, und ist als Biowein zertifiziert. In der Nase Himbeere, schwarze Johannisbeere und Veilchen, die Tannine sind fleischig. Chapoutier schlägt Kalbsrücken mit Pilzsauce dazu vor.

Saint-Joseph zieht sich rund 50 Kilometer am rechten Ufer der Rhône entlang, die steilen Hänge bestehen aus Gneis und Granitschiefer. Der rote Deschants von dort, ebenfalls reiner Syrah, öffnet mit Veilchen und geht dann zu Lakritz und Gewürzen über. Für den Cornas Les Arènes wächst die Syrah zum Teil auf zersetztem Granit, den man dort Gore nennt, zum Teil auf Ton und Kalk. Er liegt 14 bis 16 Monate zu vier Fünfteln in französischer Eiche, der Rest im Beton, und hat dichte, straffe Tannine. Stell ihn zu Wild mit Cranberry-Gelee oder zu geschmortem Fleisch.

Deschants blanc: Marsanne aus Saint-Joseph

Der weiße Deschants ist reiner Marsanne von denselben steilen Hängen. Ein Teil gärt im Eichenfass, der andere im Edelstahl, nach acht bis neun Monaten auf der Feinhefe werden beide Partien zusammengeführt. Im Glas findest du Feuerstein, Röstaromen und einen Hauch Trockenfrüchte, der Abgang ist blumig und erinnert an Honig. Dazu passen Forelle, Zander oder ein milder Ziegenkäse.

Grenache aus dem Süden: Belleruche bis Châteauneuf-du-Pape

Der Belleruche ist Chapoutiers roter Côtes du Rhône, überwiegend aus Grenache und Syrah. Er gärt in Beton und Edelstahl und reift dort sechs Monate, ein Holzfass sieht er nicht. Schwarze Johannisbeere, Himbeere und weißer Pfeffer prägen die Nase. Chapoutier empfiehlt ihn zu Milchlamm, bei 16 bis 18 Grad. Côtes du Rhône anderer Häuser haben wir unter Côtes du Rhône Wein kaufen zusammengestellt.

Aus den Crus der südlichen Rhône kommen der Avarum aus Vacqueyras und der Les Jocasses aus Gigondas, eine Cuvée aus Grenache, Syrah und Mourvèdre. La Bernardine ist der Châteauneuf-du-Pape des Hauses: Grenache als Hauptsorte, ergänzt um Syrah und Mourvèdre, aus mehreren Lagen der Appellation: Rollkiesel aus dem alten Bett der Rhône, sandiger Safre und alte Flussterrassen auf Ton. Er reift 16 Monate komplett im Betontank und zeigt schwarze Johannisbeere, Pflaume, gerösteten Kaffee und Zimt. Wer La Bernardine mit Châteauneuf anderer Güter vergleichen will, schaut in unsere Kategorie Châteauneuf-du-Pape kaufen.

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Häufige Fragen zu M. Chapoutier

Wo liegt das Weingut M. Chapoutier?

In Tain-l'Hermitage an der nördlichen Rhône. Die Kellerei steht seit 1929 am Fuß des Hermitage-Hügels. Weinberge besitzt die Familie außerdem im Roussillon, in Australien und in Portugal.

Wer ist Michel Chapoutier?

Michel Chapoutier leitet das Familienhaus seit 1990, er übernahm es mit 26 Jahren. Auf ihn gehen der biodynamische Weinbau ab 1991 und die Brailleschrift auf den Etiketten zurück. Seine Kinder Mathilde und Maxime arbeiten inzwischen mit im Familienhaus.

Ist Chapoutier Wein biodynamisch?

Chapoutier bewirtschaftet seine eigenen Weinberge seit 1991 nach biodynamischen Grundsätzen, ohne chemische Pestizide und Herbizide. Ein Biosiegel hat aber nicht jeder Wein des Hauses, als Biowein zertifiziert ist zum Beispiel der Crozes-Hermitage Les Meysonniers.

Warum steht Blindenschrift auf den Chapoutier-Etiketten?

Damit blinde und sehbehinderte Menschen Name, Appellation, Jahrgang und Farbe ertasten können. Chapoutier macht das seit 1996. Eine Parzelle am Hermitage-Hügel gehörte früher der Familie von Maurice Monier de la Sizeranne, der 1882 eine Kurzschrift der Brailleschrift entwickelte.

Was für ein Wein ist der Chapoutier Belleruche?

Ein roter Côtes du Rhône, überwiegend aus Grenache und Syrah, ausgebaut in Beton- und Edelstahltanks ohne Holz. Er duftet nach schwarzer Johannisbeere, Himbeere und weißem Pfeffer und passt zu Lamm.

Welche Rebsorten sind in La Bernardine?

Grenache als Hauptsorte, dazu Syrah und Mourvèdre. La Bernardine ist ein Châteauneuf-du-Pape und reift 16 Monate im Betontank.

Gibt es einen Weißwein von Chapoutier?

Ja, den Deschants Saint-Joseph blanc aus reiner Marsanne. Er reift teils im Eichenfass, teils im Edelstahl und schmeckt zu Süßwasserfisch oder mildem Ziegenkäse.

Welcher Chapoutier passt zu Wild?

Der Cornas Les Arènes. Die Syrah von Granit und Ton-Kalk reift überwiegend in französischer Eiche und hat dichte Tannine, die zu Wild mit Cranberry-Gelee und zu Schmorgerichten passen.