Weißwein

Weißwein online kaufen: von frisch und spritzig bis kräftig aus dem Holzfass
Bestellen kannst du hier Weißweine aus allen großen Anbauregionen, von Deutschland über Frankreich und Italien bis nach Österreich, Spanien und Übersee. Wenn du schon weißt, wie du ihn magst: die Buttons darunter führen direkt zur passenden Auswahl.
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Weißwein: Stile, Rebsorten und worauf es ankommt
Was einen Weißwein prägt, sind die Rebsorte, das Klima der Region und die Art des Ausbaus. Aus diesem Zusammenspiel kommen Aromen von Zitrus und grünem Apfel bis zu Nuss, Vanille und Honig.
Die wichtigsten Weißweinsorten im Überblick
Riesling hat die Säure, die andere weiße Sorten nicht haben, und reicht von knochentrocken bis edelsüß. Beim Chardonnay entscheidet der Keller: dieselbe Traube schmeckt aus dem Stahltank nach grünem Apfel und aus dem Holzfass nach Nuss und Vanille. Sauvignon Blanc erkennst du blind, an Stachelbeere, Holunder und frisch gemähtem Gras. Grauburgunder, auch Pinot Gris genannt, ist der Wein für alle, denen Riesling zu spitz ist: säurearm, mit Birne und etwas Würze. Weißburgunder bleibt feiner und zurückhaltender, mit Nuss und Apfel. Dazu kommt Grüner Veltliner mit seiner Pfeffernote, Silvaner krautig und unaufdringlich, und die aromatischen Sorten duften deutlich: Gewürztraminer nach Rosen und Litschi, Muskateller nach Traubenblüte und Zitrus.
Weißwein aus den großen Anbauregionen
Beim deutschen Riesling entscheidet die Lage oft mehr als der Name auf dem Etikett, Mosel schmeckt anders als Pfalz oder Rheingau. Chardonnay aus dem Burgund wird schnell teuer, das nördlich gelegene Chablis bleibt günstiger und deutlich mineralischer, und von der Loire kommt Sauvignon Blanc als Sancerre. In Italien heißt der Grauburgunder Pinot Grigio, dieselbe Rebsorte, nur früher gelesen und deshalb leichter. Dazu Soave aus Venetien und Lugana vom Gardasee. Österreich ist die Heimat des Grünen Veltliners, aus Galicien kommt der salzig-frische Albariño, aus Rueda der aromatische Verdejo. Südafrika steht für Chenin Blanc, und dass heute alle Welt Sauvignon Blanc trinkt, hat Neuseeland zu verantworten.

Trocken, halbtrocken oder süß
Der Restzuckergehalt entscheidet über die Geschmacksrichtung. Trocken heißt bis 4 Gramm Restzucker je Liter, mit genug Säure sind bis zu 9 Gramm erlaubt. Halbtrocken reicht bis 12 Gramm, bei entsprechender Säure bis 18 Gramm, und darüber wird es lieblich. Trocken ist die mit Abstand gefragteste Richtung, und wenn du nicht lange überlegen willst, kommt ein trockener Riesling mit fast allem zurecht, was auf den Tisch kommt. Für die anderen beiden Richtungen haben wir eigene Seiten: halbtrockener Weißwein und süßer Weißwein. Wem es weniger um Süße als um milde Säure geht, findet das Passende bei den Weißweinen mit wenig Säure.
Guter Weißwein: woran du ihn erkennst
Preis und Qualität hängen beim Weißwein nur locker zusammen. Entscheidend ist, ob Frucht, Säure und Alkohol zusammenpassen und ob nach dem Schluck noch etwas bleibt. Ein guter trockener Weißwein ist oft schon für 8 bis 12 Euro zu haben, darüber zahlst du für Herkunft, Handarbeit und Lagerfähigkeit. Beim Vergleich helfen Testsieger-Listen nur begrenzt, weil dort meist gewinnt, was gerade breit im Handel steht.
Wie wird Weißwein gemacht?
Weißwein entsteht meist aus weißen Trauben, geht aber auch aus roten: Da nur der helle Saft vergoren wird und die färbenden Schalen außen vor bleiben, lässt sich auch aus roten Trauben ein heller Wein keltern, der sogenannte Blanc de Noir. Auf eine lange Maischestandzeit verzichten die Winzer beim Weißwein meist. Die Trauben werden gepresst, der Saft geklärt und dann vergoren, gekühlt bei meist 12 bis 18 Grad, damit Säure und feine Aromen erhalten bleiben. Nur im Holzfass wird bewusst wärmer vergoren. Der Stahltank betont die Frische, das Holzfass bringt Struktur und Noten von Vanille und Toast. Holz dosieren gute Winzer beim Weißwein vorsichtig, sonst geht der Charakter der Rebsorte unter.
Frisch, fruchtig oder im Holz ausgebaut?
Frische, spritzige Weißweine mit klarer Frucht und lebendiger Säure sind unkompliziert und an warmen Tagen genau richtig, dafür lohnt auch ein Blick auf unsere leichten Sommerweißweine. Sauvignon Blanc und Muskateller riechen so intensiv, dass du sie schon am Glasrand erkennst, das mag man oder eben nicht. Kräftige, im Holz ausgebaute Weißweine, allen voran Chardonnay, bringen mehr Körper und Schmelz mit und halten auch deftigeren Gerichten stand.
Die richtige Trinktemperatur
Weißwein gehört gekühlt ins Glas, aber nicht eiskalt. Frische, leichte Weine zeigen sich bei 8 bis 10 Grad von ihrer besten Seite, kräftige und im Holz ausgebaute Weine wie ein gereifter Chardonnay dürfen mit 10 bis 12 Grad etwas wärmer sein, sonst bleiben ihre Aromen verschlossen. Zu kalt serviert wirkt jeder Weißwein flach und stumm. Stell die Flasche rund zwei Stunden vor dem Öffnen in den Kühlschrank oder kurz in einen Eimer mit Eis und Wasser.
Weißwein lagern und geöffnet aufbewahren
Die meisten Weißweine sind dafür gemacht, jung getrunken zu werden. Frische, fruchtige Weine trinkst du am besten innerhalb von ein bis zwei Jahren nach dem Jahrgang. Lagerfähig sind vor allem hochwertige Rieslinge und im Holz ausgebaute Chardonnays, die mit den Jahren an Komplexität gewinnen. Bis dahin lagerst du die Flaschen dunkel, ruhig und kühl. Eine geöffnete Flasche hält sich gut verschlossen im Kühlschrank noch zwei bis vier Tage.
Wozu passt Weißwein?
Frische, spritzige Weine passen zu Fisch, Meeresfrüchten, Spargel und Sushi. Aromatische Sorten wie Sauvignon Blanc kommen gut mit Ziegenkäse und Gerichten voller frischer Kräuter zurecht. Kräftige, im Holz ausgebaute Weißweine vertragen mehr, etwa Geflügel, Pasta mit Sahnesauce oder gebratenen Fisch. Zu einem scharfen Thai- oder Currygericht funktioniert ein feinherber Riesling besser als ein trockener, weil die Restsüße die Schärfe abfängt. Und wenn daraus eine Weinschorle werden soll, nimm einen einfachen trockenen Wein ohne Holzausbau.
genuss7 und der Weißwein
Über 1.000 Weißweine haben wir im Programm, von rund 6 Euro bis knapp 100 Euro. Ins Sortiment kommt nur, was wir selbst getrunken haben. Über unser Typen-System und die My-Taste-Funktion kommst du schnell zu Weinen, die zu deinem Geschmack passen, und wenn du unsicher bist, erreichst du uns montags bis freitags von 9 bis 16:30 Uhr unter 07031 463 86 42 oder per Mail. Wenn du über Weißwein hinaus stöbern willst, schau auch bei Rotwein, Roséwein, Schaumwein und alkoholfreien Weinen aller Farben vorbei.
Häufige Fragen zu Weißwein
Was ist ein guter Weißwein?
Einer, der im Gleichgewicht ist und nach dem Schluck noch etwas nachhält. Ein Preisschild allein sagt darüber nichts, im Bereich um 10 Euro findest du sehr gute Flaschen und über 20 Euro auch enttäuschende.
Bei welcher Temperatur trinkt man Weißwein?
Leichte Weine bei 8 bis 10 Grad, kräftige bei 10 bis 12 Grad. Aus dem Eisfach geholt schmeckt jeder Weißwein nach nichts, dann lass ihn erst ein paar Minuten im Glas stehen.
Welcher Weißwein passt zu Fisch?
Zu gedünstetem Fisch ein trockener Riesling oder Grüner Veltliner, zu gebratenem oder gegrilltem ein Weißburgunder oder ein Chardonnay mit etwas Holz.
Wie lange ist geöffneter Weißwein haltbar?
Gut verschlossen im Kühlschrank zwei bis vier Tage. Mit einer Vakuumpumpe hält er länger, und wenn er kippt, merkst du es am Geruch, der ins Essig-Apfelige geht.
Was ist der Unterschied zwischen Grauburgunder und Weißburgunder?
Grauburgunder ist kräftiger und würziger, Weißburgunder feiner und zurückhaltender. Beide haben eine mildere Säure als ein Riesling, beim Weißburgunder bleibt sie aber deutlicher spürbar.
