Monastrell Rotwein und Mourvèdre

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Was ist Monastrell?
Monastrell ist eine rote Rebsorte, die sehr wahrscheinlich aus dem Osten Spaniens stammt. Ihre Beeren sind klein und dickschalig, die Weine werden dunkel und gerbstoffreich. Die Traube treibt spät aus, reift spät und braucht viel Wärme. Deshalb wächst sie vor allem rund ums Mittelmeer.
Monastrell, Mourvèdre, Mataro: woher die Namen kommen
Der französische Name Mourvèdre geht vermutlich auf Murviedro zurück, das heutige Sagunto bei Valencia. Mataro erinnert an die Stadt Mataró nördlich von Barcelona. Insgesamt kennt man fast hundert Synonyme, was auf eine alte und weit verbreitete Sorte schließen lässt. Eine kurze Übersicht steht in unserem Weinlexikon unter Monastrell.
Monastrell aus Jumilla, Yecla und Alicante
Monastrell gehört zu den meistgepflanzten roten Sorten Spaniens. Ihr Zentrum liegt in Murcia und in der Region Valencia. In Jumilla, Yecla und Alicante ist sie die wichtigste rote Traube. Aus Yecla kommen bei uns die Weine von Winery On, etwa der Demuerte Organic DO aus reinem Monastrell, der 18 Monate in französischer Eiche reift. Der Demuerte Deluxe Tinto DO ergänzt Monastrell mit etwas Syrah und Petit Verdot. Aus Jumilla stammen der Casa Rojo MMM Macho Man Monastrell DOP und der Casa Castillo Les Gravas DO, ein Monastrell mit kleinem Anteil Garnacha. Alle spanischen Rotweine findest du unter Rotwein aus Spanien, das ganze Land unter Wein aus Spanien.
Wie schmeckt Monastrell?
Im Glas ist Monastrell tiefdunkel. Brombeere, Pflaume und Kirsche bestimmen die Nase, oft mit Noten von Leder, getrockneten Kräutern und Veilchen. Junge Weine wirken manchmal wild und animalisch. Mit der Flaschenreife legt sich das. Das Tannin ist kräftig. In Frankreich trägt die Sorte deshalb den Spitznamen Etrangle-Chien, Hundewürger. Aus den heißen Lagen Südspaniens fällt die Frucht reifer und weicher aus. Viele Weine reifen im Barrique und bekommen Noten von Vanille und Röstaromen. Trink ihn bei 16 bis 18 Grad.
Mourvèdre in Bandol und an der Rhône
In Frankreich ist Bandol an der Küste der Provence die bekannteste Heimat der Sorte. Rote Bandol müssen mindestens zur Hälfte aus Mourvèdre bestehen, Rosés zu mindestens einem Fünftel. An der südlichen Rhône und im Languedoc ist Mourvèdre meist Partner in Cuvées mit Grenache und Syrah, dort gibt sie Farbe und Struktur. Mehr zur französischen Seite der Traube steht im Lexikon unter Mourvèdre.
GSM: Grenache, Shiraz und Mataro
In Australien kam die Sorte mit frühen Rebimporten ins Barossa Valley, später nach McLaren Vale. Lange landete sie in Likörweinen. Heute kennt man sie vor allem aus GSM-Cuvées. Mataro sorgt darin für Gerbstoff und dunkle Farbe, Grenache und Shiraz bringen Frucht und Würze. Beispiele sind der Yalumba Barossa Grenache-Shiraz-Mataro und der Penfolds Bin 2 Shiraz Mataro, in dem Shiraz den Ton angibt und Mourvèdre Struktur beisteuert. Die Partnersorten haben eigene Seiten: Grenache und Shiraz.
Monastrell Rosé
Dank der dicken Beerenschalen gibt Monastrell auch kräftigen Rosé. Der Vignobles Gueissard Bandol Rosé AOP besteht aus Mourvèdre, Cinsault und Grenache und wird im Edelstahltank ausgebaut. In der Nase zeigt er Aprikose, Pink Grapefruit und Himbeere. Der Demuerte Rosé DO aus Yecla verbindet Syrah und Monastrell und duftet nach Himbeere, Erdbeere und Granatapfel.
Wozu passt Monastrell?
Ein kräftiger Monastrell braucht ein deftiges Essen: geschmortes Lamm, Wild, Rinderbraten oder Gegrilltes mit Kräuterkruste. Gut passen auch gereifter Manchego und luftgetrockneter Schinken. Den Rosé aus Bandol trinkst du zu gegrilltem Fisch und zur provenzalischen Küche.
Probiert und beraten
Jeden Wein auf dieser Seite haben wir selbst probiert. Ob ein reinsortiger Monastrell aus Jumilla oder eine GSM-Cuvée besser zu deinem Essen passt, sagen wir dir gern am Telefon, montags bis freitags von 9 bis 16:30 Uhr unter 07031 463 86 42.
Häufige Fragen zu Monastrell
Was ist Monastrell für ein Wein?
Ein dunkler, kräftiger Rotwein aus der gleichnamigen Traube. Die meisten reinsortigen Monastrell kommen aus Jumilla, Yecla und Alicante im Südosten Spaniens.
Ist Monastrell dasselbe wie Mourvèdre?
Ja. Monastrell ist der spanische Name, Mourvèdre der französische. In Australien heißt die Traube Mataro.
Woher kommt die Monastrell-Traube?
Sehr wahrscheinlich aus dem Osten Spaniens, aus der Gegend um Valencia und Murcia.
Wie schmeckt Monastrell?
Dunkel und kräftig, mit schwarzen Beeren und viel Gerbstoff. Mit etwas Reife kommen Noten von Leder dazu.
Was bedeutet Mataro auf dem Etikett?
Mataro ist der australische und kalifornische Name für Monastrell. Er steht oft auf Cuvées mit Grenache und Shiraz.
Was heißt GSM bei Rotwein?
GSM steht für Grenache, Syrah oder Shiraz und Mourvèdre. Die Cuvée stammt von der südlichen Rhône und ist in Australien sehr verbreitet.
Gibt es Rosé aus Monastrell?
Ja. Die dicken Beerenschalen geben schnell Farbe und Struktur ab, deshalb fällt Rosé mit Monastrell kräftig aus. Bei uns kommt er aus Bandol und aus Yecla.
Wozu trinkt man Monastrell?
Zu kräftigen Gerichten mit Röstaromen, etwa Lammkeule oder Rinderbraten. Den Rosé aus Bandol trinkst du zu Fisch vom Grill.
