Riesling Wein kaufen

Riesling kaufen: trocken, feinherb und fruchtsüß
Bei uns steht Riesling von der Mosel, aus dem Rheingau, von der Nahe, aus der Pfalz und aus Rheinhessen. Vom Literwein für den Feierabend bis zum Großen Gewächs aus einer Steillage. Der Unterschied zwischen den Flaschen liegt fast immer an zwei Stellen: wie viel Restzucker im Wein steckt und wie kräftig die Säure dagegenhält.
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Riesling verstehen und den passenden finden
Wie Riesling schmeckt
Junger Riesling riecht nach grünem Apfel, Zitrone und weißem Pfirsich, dazu kommt oft eine Note von Aprikose. Auf Schiefer schmecken die Weine straff und rauchig, auf Kalk und Buntsandstein runder und breiter. Was ihn von fast jedem anderen deutschen Weißwein unterscheidet, ist die Länge: Der Geschmack bleibt nach dem Schluck stehen, statt sofort zu verschwinden. Mit den Jahren entwickelt sich bei gereiften Flaschen ein Ton, den Weintrinker Petrolnote nennen. Er erinnert an Kerosin oder Paraffin und gilt bei Riesling-Trinkern als Auszeichnung, bei Einsteigern eher als Überraschung.
Die Säure ist der Kern der Sorte
Riesling hat mehr Säure als die meisten deutschen Weißweine, meist zwischen sechs und neun Gramm je Liter. Das ist kein Fehler, sondern der Grund, warum die Sorte funktioniert: Die Säure hält den Wein frisch, trägt die Frucht und lässt auch Flaschen mit spürbarem Restzucker nicht klebrig wirken. Sie ist außerdem der Grund für die lange Haltbarkeit. Wenn dir ein Wein zu spitz ist, liegt das selten an der Säure allein und meist an der Kombination: Ein feinherber oder fruchtsüßer Riesling wirkt deutlich weicher als ein knochentrockener, obwohl beide dieselbe Säure haben. Wer es grundsätzlich milder mag, findet Weißweine mit wenig Säure in einer eigenen Auswahl.
Trocken, feinherb oder fruchtsüß
Trocken heißt im Weinrecht: höchstens vier Gramm Restzucker je Liter. Es gibt eine Ausnahme bis neun Gramm, wenn die Gesamtsäure höchstens zwei Gramm unter dem Restzucker liegt, und genau die trifft bei Riesling oft zu. Deshalb schmeckt mancher trockene Riesling voller, als die Bezeichnung vermuten lässt. Halbtrocken reicht bis zwölf Gramm, bei entsprechend hoher Säure bis achtzehn. Feinherb ist dagegen kein gesetzlicher Begriff, sondern eine freiwillige Angabe der Winzer für Weine im halbtrockenen bis leicht lieblichen Bereich. Fruchtsüße Rieslinge, meist Kabinett oder Spätlese, liegen darüber und wirken trotzdem nicht schwer, weil die Säure gegenhält.
Woher der Riesling kommt, ändert alles
Riesling ist die meistangebaute Rebsorte Deutschlands und steht auf rund 24.000 Hektar, also knapp einem Viertel der gesamten deutschen Rebfläche. In den Steillagen an Mosel, Saar und Ruwer wächst er auf Schiefer und ergibt leichte, sehr klare Weine, in den fruchtsüßen Stilen oft mit wenig Alkohol. Der Rheingau steht für kräftigere trockene Rieslinge mit Struktur. An der Nahe treffen viele Bodenarten auf engem Raum aufeinander, die Weine liegen stilistisch zwischen Mosel und Rheingau. Die Pfalz bringt reife, wärmere Rieslinge, oft mit mehr Alkohol und weicherer Säure. Rheinhessen liefert beides, am Roten Hang zwischen Nierstein und Nackenheim entstehen auf rotem Ton- und Sandstein Weine mit deutlich eigenem Charakter. Dazu kommen einzelne Flaschen aus Baden, Württemberg und Sachsen sowie aus Washington State, Israel und dem Elsass.
Diese Erzeuger stehen bei uns für Riesling
Von der Mosel kommt das Weingut Walter aus Pünderich. Für die Saar steht Van Volxem, für die Ruwer Maximin Grünhaus von Schubert mit den Lagen Abtsberg, Herrenberg und Bruderberg. Im Rheingau führen wir Robert Weil aus Kiedrich. Von der Nahe stehen Dönnhoff und Tesch im Sortiment, aus der Pfalz Bassermann-Jordan aus Deidesheim. Dazu kommen weitere Betriebe, deren Weine du über den Filter findest.
Gutswein, Lagenwein, Großes Gewächs
Die einfachste Stufe ist der Gebietswein oder Gutswein, oft auch als Liter erhältlich. Darüber steht der Ortswein, der nach einer Gemeinde benannt ist. An der Spitze stehen die Lagenweine aus einem einzelnen Weinberg. Ihre trocken ausgebauten Spitzen heißen Erstes Gewächs und Großes Gewächs. Beide Begriffe sind im deutschen Weinrecht geregelt und an Vorgaben zu Ertrag, Lese und Ausbau gebunden, der Verband deutscher Prädikatsweingüter nutzt zusätzlich eigene geschützte Varianten davon. Trocken müssen diese Weine in jedem Fall sein, ein Lagenwein an sich kann auch fruchtsüß ausgebaut werden. Parallel dazu läuft die Prädikatsleiter von Kabinett über Spätlese und Auslese bis zu Beerenauslese, Eiswein und Trockenbeerenauslese. Sie sagt etwas über die Reife der Trauben bei der Lese aus, nicht automatisch über die Süße im Glas. Eine eigene deutsche Sonderstufe erklären wir im Weinlexikon unter Riesling Hochgewächs.
Riesling, Sauvignon Blanc oder Grauburgunder?
Sauvignon Blanc riecht nach Stachelbeere, Cassis und frisch geschnittenem Gras und ist damit deutlich lauter in der Nase. Riesling ist zurückhaltender im Duft und dafür präziser am Gaumen. Grauburgunder hat weniger Säure, mehr Körper und eine cremigere Textur, er passt zu kräftigeren Gerichten. Silvaner ist der stillste der vier, erdig und zurückhaltend in der Frucht. Kurz gesagt: Willst du Frische und Länge, nimm Riesling. Willst du Aroma sofort und deutlich, nimm Sauvignon Blanc. Willst du Fülle, nimm Grauburgunder.
Drei Namen, die keinen Riesling meinen
Der Welschriesling stammt aus Norditalien, ist in Österreich verbreitet und mit dem Riesling nicht verwandt. Der Schwarzriesling ist eine rote Sorte, nämlich der Müllerrebe oder Pinot Meunier, und hat mit Riesling ebenfalls nichts zu tun. Und wer in der Schweiz Riesling-Silvaner bestellt, bekommt Müller-Thurgau. Diese Sorte führen wir als Rivaner. Nur der Rheinriesling, wie er in Österreich zur Unterscheidung heißt, meint die echte Sorte.
Riesling ohne Alkohol
Entalkoholisierter Riesling funktioniert besser als die meisten anderen Sorten, weil Säure und Frucht auch dann noch tragen, wenn der Alkohol fehlt. Zusätzlich als alkoholfrei gekennzeichnet werden darf ein Wein, wenn er höchstens 0,5 Volumenprozent enthält. Die vorgeschriebene Verkehrsbezeichnung lautet entalkoholisierter Wein, bei perlenden Varianten entsprechend entalkoholisierter Perlwein oder entalkoholisierter Schaumwein. Unsere Auswahl steht bei den alkoholfreien Rieslingen, alles Weitere bei den alkoholfreien Weinen.
Was zu Riesling passt
Trockener Riesling passt zu Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch und allem, was Zitrone verträgt. Seine eigentliche Stärke zeigt er aber bei Gerichten, an denen andere Weißweine scheitern: scharfe asiatische Küche, süß-saure Saucen, Curry, Ingwer. Dort fängt ein feinherber oder fruchtsüßer Riesling die Schärfe ab, während ein trockener ihr nichts entgegensetzt. Zu kräftigem Käse und zu Gänseleber greifen viele zur Auslese. Und zu Spargel funktioniert er ebenfalls, auch wenn die klassische Empfehlung dort auf Silvaner lautet.
Riesling Wein - große Auswahl (Bild wurde mit Liebe & KI gestaltet.)
Servieren und lagern
Trockenen Riesling servierst du bei 10 bis 12 Grad, fruchtsüße Prädikate etwas kühler bei 9 bis 11 Grad. Zu kalt ist der häufigste Fehler: Unter 8 Grad verschwindet die Frucht und übrig bleibt die Säure. Ein Großes Gewächs verträgt ein großes Glas und darf ruhig 12 Grad haben. Zum Lagern liegt die Flasche dunkel und ruhig bei etwa 10 bis 12 Grad. Einfache Gutsweine trinkst du jung, Lagenweine halten im Spitzenbereich fünf bis zehn Jahre, fruchtsüße Prädikate deutlich länger.
Riesling bei genuss7
Wir führen Riesling aus allen deutschen Gebieten, die dafür stehen, und aus einzelnen Lagen, die im ganzen Land einen Namen haben. Wenn du unsicher bist, fang bei einem Ortswein an, der zeigt den Stil eines Betriebs am ehrlichsten. Bist du bei der Geschmacksrichtung unsicher, nimm feinherb, damit liegst du am seltensten daneben. Alle weiteren weißen Sorten findest du bei den Weißweinen.
Häufige Fragen zu Riesling
Wie schmeckt Riesling?
Nach grünem Apfel, Zitrone und weißem Pfirsich, getragen von einer kräftigen Säure. Auf Schieferböden wirkt er straff und rauchig, auf Kalk und Buntsandstein runder. Je nach Restzucker schmeckt er knochentrocken bis deutlich süß, die Frische bleibt in beiden Fällen.
Ist Riesling trocken oder lieblich?
Beides gibt es. Trocken bedeutet höchstens vier Gramm Restzucker je Liter, bei ausreichend Säure sind bis zu neun Gramm erlaubt. Halbtrocken geht bis zwölf Gramm, bei hoher Säure bis achtzehn, darüber beginnt lieblich. Feinherb liegt dazwischen und ist eine freiwillige Angabe ohne gesetzliche Definition.
Hat Riesling viel Säure?
Ja, meist zwischen sechs und neun Gramm je Liter und damit mehr als die meisten deutschen Weißweine. Die Säure macht den Wein haltbar und hält auch Flaschen mit Restzucker frisch. Wer sie milder mag, greift zu feinherb statt zu trocken.
Was ist der Unterschied zwischen Riesling und Sauvignon Blanc?
Sauvignon Blanc duftet lauter, nach Stachelbeere, Cassis und grünem Gras. Riesling ist im Duft zurückhaltender und am Gaumen präziser, mit längerem Nachhall. Beide haben viel Säure, aber Riesling zeigt stärker, wo er gewachsen ist.
Was ist der Unterschied zwischen Riesling und Grauburgunder?
Grauburgunder hat weniger Säure, mehr Körper und eine cremigere Textur. Riesling ist leichter, frischer und länger haltbar. Zu kräftigen Gerichten passt eher Grauburgunder, zu Fisch und scharfer Küche eher Riesling.
Aus welchen Gebieten kommt deutscher Riesling?
Vor allem von Mosel, Saar und Ruwer, aus dem Rheingau, von der Nahe, aus der Pfalz und aus Rheinhessen. Mosel steht für leichte Weine auf Schiefer, der Rheingau für kräftige trockene, die Pfalz für die reifsten. Insgesamt wächst Riesling auf rund 24.000 Hektar in Deutschland.
Ist Riesling-Silvaner dasselbe wie Riesling?
Nein. Riesling-Silvaner ist in der Schweiz der Name für Müller-Thurgau, eine eigene Sorte, die wir als Rivaner führen. Auch Welschriesling und Schwarzriesling sind trotz des Namens nicht mit Riesling verwandt.
Gibt es Riesling ohne Alkohol?
Ja. Zusätzlich als alkoholfrei gekennzeichnet werden darf ein Wein, wenn er höchstens 0,5 Volumenprozent enthält. Die vorgeschriebene Verkehrsbezeichnung lautet entalkoholisierter Wein, bei perlenden Varianten entalkoholisierter Perlwein oder Schaumwein. Riesling eignet sich dafür gut, weil Säure und Frucht auch ohne Alkohol tragen.
