Malbec Wein kaufen

Malbec Wein kaufen
Malbec ist der dunkle, vollmundige Rotwein Argentiniens: reife Brombeere und Pflaume, weiches Tannin, so gut wie immer trocken ausgebaut. Bei uns steht er aus Mendoza, Salta und San Juan im Regal, dazu die französischen Originale aus Cahors, wo die Rebe Côt heißt. Filtere nach Preis, Jahrgang oder Erzeuger und finde deine Flasche.
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Malbec: Herkunft, Geschmack und Anbaugebiete
Wie schmeckt Malbec?
Malbec ist tief dunkelrot bis violett, oft so dicht, dass kaum Licht durch das Glas kommt. Im Duft stehen Brombeere, Pflaume und Schwarzkirsche vorn, dazu Veilchen und bei Weinen aus dem Holzfass Kakao, Vanille und ein Hauch Tabak. Am Gaumen ist er vollmundig und rund: viel Frucht, mittlere Säure und ein Tannin, das kräftig wirkt, aber selten kantig. Genau diese Mischung macht ihn zum bequemen Einstieg in schwere Rotweine. Magst du es noch weicher, bist du beim Merlot richtig, suchst du mehr Biss, beim Cabernet Sauvignon. Was Gerbstoff im Wein überhaupt macht, steht im Weinlexikon zum Tannin.
Argentinischer Rotwein: was ihn ausmacht
Argentinien ist der größte Weinproduzent Südamerikas und rangiert weltweit unter den ersten sechs. Malbec ist dort mit Abstand die wichtigste Rebsorte, knapp ein Viertel der gesamten Rebfläche steht in dieser Sorte, deutlich vor Cereza, Bonarda und Cabernet Sauvignon. Fast alle Weinberge liegen am Ostrand der Anden. Das Gebirge fängt die feuchten Westwinde ab, deshalb fällt kaum Regen und Weinbau funktioniert nur mit Bewässerung aus Andenschmelzwasser. Dazu kommt die Höhe: Zwischen heißem Tag und kühler Nacht liegen oft mehr als fünfzehn Grad. Die Trauben reifen vollständig aus und behalten trotzdem Säure und Farbe. Und die Rebe selbst kommt mit diesen Bedingungen gut zurecht. Malbec neigt bei kühlem, nassem Wetter zur Blütezeit zur Verrieselung, in den trockenen Andenfrühlingen tritt das Problem seltener auf als in Europa.
Mendoza, das Zentrum des argentinischen Weinbaus
Auf Mendoza entfallen rund siebzig Prozent der argentinischen Rebfläche und der weit überwiegende Teil der Produktion. Die Provinz liegt im Westen des Landes an der Grenze zu Chile, gut tausend Kilometer von Buenos Aires entfernt. Die Weinberge stehen auf Schwemmfächern der Anden, auf Sand, Kies und Lehm, meist zwischen 600 und 1.700 Metern über dem Meer. Terrassen wirst du hier kaum sehen: Die Flächen sind eben bis leicht geneigt und werden traditionell über Kanäle geflutet, in Neuanlagen zunehmend per Tropfschlauch. Innerhalb der Provinz tauchen zwei Namen ständig auf Etiketten auf, Luján de Cuyo und das Valle de Uco mit Tupungato, Tunuyán und San Carlos. Je höher die Lage, desto frischer und straffer fällt der Wein aus. Aus Mendoza kommen bei uns unter anderem Viña Cobos und Trapiche.
Salta und Cafayate: Weinberge in extremer Höhe
Salta liegt gut tausend Kilometer nördlich von Mendoza, im Nordwesten Argentiniens. Die Weinberge stehen in den Valles Calchaquíes zwischen 1.600 und über 3.000 Metern, Cafayate ist ihr Zentrum. Die Bodega Colomé bewirtschaftet mit Altura Máxima eine Lage auf über 3.100 Metern, einen der höchsten Weinberge der Welt. In solchen Höhen ist die UV-Strahlung enorm, die Beeren bilden dickere Schalen, und das landet direkt im Glas: mehr Farbe, mehr Tannin, mehr Würze und eine deutlich straffere Struktur als im Malbec aus dem Tal. Salta ist zugleich die Heimat des weißen Torrontés, der zweiten Sorte, für die Argentinien bekannt ist.
San Juan und Patagonien
San Juan ist nach Mendoza die zweitgrößte Weinbauprovinz des Landes und bringt rund zwanzig Prozent der Rebfläche ein. Es liegt tiefer und ist heißer als Mendoza, die Weine fallen entsprechend runder und weicher aus. Neben Malbec spielen dort Syrah und Bonarda eine große Rolle. Ganz im Süden liegen Río Negro und Neuquén, zusammen die Weinregion Patagonien. Kühl, extrem windig und mit rund 230 Millimetern Niederschlag im Jahr so trocken, dass ohne Bewässerung nichts wächst. Malbec ist auch dort die flächenstärkste Sorte, berühmt ist die Region aber für Pinot Noir. Patagonischer Malbec schmeckt schlanker, kühler und pfeffriger als der aus Mendoza.
Argentinien und Frankreich: zwei Weine aus einer Rebe
Malbec ist keine argentinische Sorte. Sie stammt aus Südwestfrankreich und heißt dort Côt. Ihr Zentrum ist Cahors im Département Lot, wo sie mindestens siebzig Prozent jeder Cuvée stellen muss. Cahors trug lange den Beinamen schwarzer Wein, und der Stil hält sich bis heute: dunkel, herb, erdig, mit Kalk im Rücken und deutlich strafferem Tannin. Mit dem argentinischen Malbec hat das außer der Rebsorte wenig gemeinsam, das sind zwei verschiedene Weine. Auf dieser Seite steht der argentinische. Den französischen Gegenpart findest du bei Château de Haute-Serre aus Cahors. Im Bordeaux gehört Malbec übrigens zu den sechs klassischen roten Rebsorten, mengenmäßig ist er dort aber längst eine Randerscheinung: Ein verheerender Frostwinter in der Mitte des vorigen Jahrhunderts gilt als Wendepunkt, danach wurde in vielen Lagen Merlot nachgepflanzt.
Außerhalb dieser beiden Länder kommt Malbec nur vereinzelt vor. Am ehesten noch in Chile, wo die rote Hauptrolle allerdings Carménère spielt, dazu kleine Mengen in Südafrika, Australien und Kalifornien. In Deutschland weist die amtliche Rebflächenstatistik die Sorte nicht einmal gesondert aus. Was von der anderen Andenseite kommt, findest du unter Rotweine aus Südamerika.
Malbec in der Cuvée
Sortenrein ausgebaut ist heute die Regel, als Verschnittpartner ist Malbec aber genauso stark. Mit Cabernet Sauvignon liefert er Fülle und Farbe zu einem Wein, der sonst kantig ausfiele. Mit Syrah entsteht eine dunkle, pfeffrige Kombination, wie sie in San Juan verbreitet ist. Und in Bordeaux rundet er seit jeher Cabernet und Merlot ab. Wer den Effekt schmecken will, greift zu einer fertigen Cuvée: Malbec mit Cabernet Sauvignon oder Malbec mit Syrah stehen bei uns beide im Sortiment.
Was zu Malbec passt
Malbec und Rindfleisch gehören zusammen, das ist in Argentinien keine Marketingidee, sondern Alltag. Steak vom Grill, Asado, alles Kurzgebratene mit Röstaromen: Das Tannin braucht Fett und Eiweiß, sonst wirkt es trocken am Gaumen. Chimichurri mit Petersilie, Knoblauch und Essig funktioniert, weil die Säure die Fülle des Weins bricht. Genauso gut passen Schmorgerichte, Lamm, Wild, Chorizo und kräftiger Hartkäse. Zu hellem Fleisch, Fisch oder Salat ist Malbec dagegen zu wuchtig. Suchst du dazu etwas Leichteres, wirst du beim Spätburgunder eher fündig.
Trinktemperatur, Lagerung und Dekantieren
Kräftiger, im Holz gereifter Malbec kommt bei 18 bis 20 Grad ins Glas, leichtere Weine ohne Fassausbau vertragen 16 bis 18 Grad. Zu warm serviert wirkt der Alkohol brennend, zu kalt schließt sich die Frucht. Einfache Qualitäten trinkst du jung, sie brauchen keine Lagerung. Weine aus Einzellagen, aus großer Höhe oder mit langem Fassausbau halten deutlich länger und entwickeln mit der Zeit Leder-, Gewürz- und Tabaknoten. Dekantieren lohnt vor allem bei jungen, tanninbetonten Flaschen: Eine halbe Stunde in der Karaffe nimmt die Kanten. Der Rest des Rotweinsortiments liegt unter Rotwein, ein kurzes Porträt der Rebe steht im Weinlexikon zu Malbec.
Weinbau in Argentinien (Dieses Bild wurde mit Liebe & KI erstellt.)
Häufige Fragen zu Malbec
Was ist Malbec?
Malbec ist eine rote Rebsorte aus Südwestfrankreich, wo sie Côt heißt. In Argentinien hat sie ihre zweite und heute wichtigste Heimat gefunden: Knapp ein Viertel der argentinischen Rebfläche steht in Malbec. Der Wein daraus ist tiefdunkel, vollmundig, dunkelfruchtig und fast immer trocken.
Wie schmeckt Malbec Wein?
Nach dunklen Früchten: Brombeere, Pflaume, Schwarzkirsche, dazu Veilchen. Bei Ausbau im Holzfass kommen Kakao, Vanille und Tabak hinzu. Er ist vollmundig, hat mittlere Säure und ein kräftiges, aber weiches Tannin. Argentinischer Malbec schmeckt runder und fruchtiger, französischer aus Cahors herber und straffer.
Ist Malbec trocken oder lieblich?
Malbec wird nahezu ausnahmslos trocken ausgebaut. Der Zucker vergärt vollständig zu Alkohol, übrig bleiben nur wenige Gramm Restzucker je Liter. Die weiche Frucht und das milde Tannin lassen den Wein oft süßer wirken, als er tatsächlich ist. Lieblichen Malbec gibt es nur als Ausnahme.
Woher kommt Malbec ursprünglich?
Aus Südwestfrankreich. Eine DNA-Analyse hat die Eltern bestimmt: Prunelard und Magdeleine Noire des Charentes. Über die Mutterrebe ist Malbec ein Halbgeschwister von Merlot. Nach Argentinien kam die Sorte über einen französischen Agronomen, der im Auftrag der Provinz Mendoza Rebmaterial mitbrachte.
In welchem Land liegt die Weinregion Mendoza?
Mendoza liegt in Argentinien, im Westen des Landes an der Grenze zu Chile und am Fuß der Anden. Die gleichnamige Provinzhauptstadt ist das Zentrum der Region. Auf Mendoza entfallen rund siebzig Prozent der argentinischen Rebfläche und der größte Teil der Weinproduktion.
Was unterscheidet argentinischen und französischen Malbec?
Vor allem das Klima. In Mendoza reifen die Trauben in großer Höhe unter starker Sonne, der Wein wird üppig, weich und süßlich-fruchtig. In Cahors steht dieselbe Rebe auf Kalk in einem kühleren, feuchteren Klima, der Wein fällt herber, erdiger und tanninbetonter aus. Das sind zwei verschiedene Weine, wer den einen mag, muss den anderen nicht mögen.
Wie viel Alkohol hat Malbec?
Meist zwischen 13 und 15 Volumenprozent. Weine aus heißen, tiefer gelegenen Lagen liegen eher am oberen Rand, Weine aus großer Höhe und aus Patagonien darunter. Der genaue Wert steht auf jedem Etikett.
Wie lange kann man Malbec lagern?
Einfache Qualitäten sind auf jungen Trinkgenuss angelegt und schmecken in den ersten drei bis vier Jahren am rundesten. Weine aus Einzellagen oder mit langem Fassausbau halten zehn Jahre und länger. Lagere die Flaschen liegend, dunkel und möglichst konstant bei zehn bis vierzehn Grad.
