Valentinstag: Ein Fest der Liebe mit Wein und Genuss

Valentinstag: Ein Fest der Liebe mit Wein und Genuss

Warum Wein das bessere Geschenk ist als Blumen

Ein Blumenstrauß steht drei Tage im Wasser und ist nach einer Woche weg. Eine Flasche Wein ist ein Abend, den ihr gemeinsam verbringt. Genau darin liegt der Unterschied: Wer Wein schenkt, schenkt nicht nur den Inhalt der Flasche, sondern die Verabredung, sie zusammen aufzumachen. Das Geschenk verlangt Zeit zu zweit, statt nur im Zimmer zu stehen. Beides zusammen geht natürlich auch, Blumen auf den Tisch und der Wein daneben.

Welcher Wein zum Valentinstag passt

Eine Regel gilt an jedem Anlass und am Valentinstag besonders: Schenk den Wein, den der andere trinkt, nicht den, den du gut findest. Wenn dein Gegenüber sonst kühlen Weißwein im Glas hat, wird ein schwerer Roter aus dem Holzfass kein Erfolg, unabhängig davon, was er gekostet hat.

Wenn du es nicht genau weißt, hilft die Machart weiter als die Rebsorte. Leicht und frisch heißt: Weißwein mit spürbarer Säure, also Riesling, Sauvignon Blanc oder Grauburgunder. Weich und fruchtig heißt: Rotwein aus dem Süden, etwa Primitivo oder ein Merlot ohne viel Holzeinsatz. Diese beiden Richtungen decken die meisten Geschmäcker ab, ohne jemanden zu überfordern.

Prosecco, Crémant oder Champagner

Der Abend beginnt fast immer mit Bläschen, und die drei üblichen Kandidaten unterscheiden sich stärker, als der Preisunterschied vermuten lässt.

Prosecco kommt aus Norditalien, wird aus der Glera-Traube gemacht und vergärt im Drucktank. Das erhält die Frucht: Birne, Apfel, Zitrus, meist weich und unkompliziert. Crémant ist französischer Schaumwein von außerhalb der Champagne, aber mit derselben Flaschengärung. Er bringt mehr Hefeton und feinere Perlage mit als Prosecco und kostet deutlich weniger als Champagner. Champagner darf nur so heißen, wenn er aus der Champagne stammt. Die lange Reife auf der Hefe gibt ihm die Brioche- und Nussnoten, für die er bekannt ist.

Wenn du zwischen den dreien schwankst und Eindruck machen willst, ohne das Budget zu sprengen, ist Crémant der beste Kompromiss.

Valentinstag mit Wein und Liebe

Wein und Menü: was wozu passt

Kocht ihr zusammen, richtet sich der Wein nach dem Essen und nicht umgekehrt.

  • Vorspeise, Fisch, Salat: ein trockener Weißwein mit Säure, oder ihr trinkt den Schaumwein vom Anfang weiter.
  • Pasta mit Tomatensauce: ein italienischer Roter, der selbst Säure mitbringt, Chianti oder Barbera. Ein säurearmer Wein wirkt daneben flach.
  • Steak oder Schmorgericht: ein kräftiger Roter mit Tannin. Das Fett im Fleisch nimmt dem Tannin die Härte.
  • Schokolade und Dessert: Hier scheitern die meisten. Der Wein muss süßer sein als der Nachtisch, sonst schmeckt er sauer. Ein Dessertwein oder ein lieblicher Roter passt, ein trockener Rotwein zu Schokoladenkuchen nicht.

Die richtige Temperatur

Der häufigste Fehler passiert nicht beim Einkauf, sondern kurz vor dem Öffnen. Schaumwein und Weißwein gehören kalt ins Glas, 6 bis 10 Grad. Rotwein dagegen ist bei Zimmertemperatur fast immer zu warm. 16 bis 18 Grad reichen, das entspricht eher einem kühlen Keller als einem geheizten Wohnzimmer. Zwanzig Minuten im Kühlschrank vor dem Essen machen aus einem Roten, der nur nach Alkohol schmeckt, wieder einen frischen.

Wenn du den Wein verschicken willst

Nicht jedes Paar verbringt den Abend am selben Ort. Soll die Flasche verschickt statt überreicht werden, geht sie mit Geschenkverpackung und einer Grußkarte raus, die du selbst betextest, und ohne Rechnung im Paket. Den Ablauf findest du bei den Weingeschenken zum Verschicken. Der 14. Februar lässt sich nicht verschieben: Bestell mit ein paar Tagen Vorlauf, dann liegt die Karte am richtigen Tag auf dem Tisch.

Der erste Valentinstag zu zweit

Beim ersten gemeinsamen Valentinstag ist die Versuchung groß, zu viel zu wollen. Eine sehr teure Flasche setzt den Abend unter Druck, und niemand trinkt entspannt, wenn er dabei an den Preis denkt. Zwei gute Flaschen im mittleren Preisbereich sind die bessere Wahl als eine sehr teure. Ihr könnt beide probieren, vergleichen und darüber reden, und genau das ist der Punkt an einem Abend zu zweit.

Woher der Valentinstag kommt

Der Tag geht auf Valentin von Terni zurück, einen Bischof aus dem dritten Jahrhundert. Der Legende nach traute er Paare, obwohl der Kaiser das verboten hatte, und schenkte ihnen Blumen aus seinem Garten. Am 14. Februar soll er hingerichtet worden sein. Ob es diesen Valentin wirklich gab, ist bis heute ungeklärt. Als Brauch verbreitet hat sich der Tag erst im 20. Jahrhundert, von England über die USA, und kam nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland. Die Blumen sind also die ältere Tradition. Der Wein hält länger.

Zum Anstoßen

Der Valentinstag braucht kein großes Programm. Ein Essen, das ihr zusammen gekocht habt, eine Flasche, die zu euch beiden passt, und genug Zeit, sie in Ruhe auszutrinken. Alles Weitere ergibt sich. Und wenn du den Wein verschenken statt selbst öffnen willst, stehen alle Möglichkeiten, Wein zu verschenken, in unserer Geschenkabteilung.